Furcifer timoni

Furcifer timoni
Furcifer timoni
Furcifer timoni
CITES-Quoten
kein legaler Export möglich

Erstbeschreibung:

Glaw, 2010

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Furcifer timoni

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Montagne d\'Ambre: -12.586230, 49.169369

Verbreitung:

Diese wunderschöne Chamäleonart ist ausschließlich in den Bergnebelwaldregionen im Norden und Nord-Osten Madagaskars zu finden. Zu den Verbreitungsgebieten zählen der Nationalpark Marojejy und der Nationalpark Montagne d’Ambre. Hier findet man die Tiere in Höhenlagen von ca. 600-800 Metern über NN. Sie halten sich gerne in sehr hohen Bäumen auf, was die Suche natürlich stark erschwert. In den letzten Jahren konnten wir diese Art regelmäßig im nordöstlichen Bereich des Montagne d’Ambre Nationalparks finden, Männchen jedoch nur sehr selten.

Aussehen und Größe:

Die Männchen von Furcifer timoni haben zwei spitz zulaufende Nasenfortsätze und sind überwiegend hellgrün gefärbt. Im Augenbereich weisen die Tiere blau-weiße Farbakzente auf. Die Weibchen sind wesentlich bunter gefärbt, grünlich bis gelb und haben ein auffallendes Streifenmuster bei Erregung. Letzteres kann sowohl helle Streifen auf dunklem Grund als auch dunkle Streifen auf hellem Grund haben. Im Helm und Flankenbereich des Weibchens sind blaue und lilafarbene Punkte zu finden, und am Bauch sind rot bis orange Farbakzente in einem weißen Band.

Besonderheiten:

Furcifer timoni gehört zu den neueren Entdeckungen in der Chamäleonwelt Madagaskars, sie wurden lange Zeit als Variante des ähnlich aussehenden Furcifer petteri angesehen. Vor Kurzem wurde berichtet, dass einzelne Tiere dieser Art in der Terraristik zum Verkauf stünden. Da Furcifer timoni ausschließlich in geschützten Nationalparks vorkommt, muss man allerdings davon ausgehen, dass es sich bei jeglichen exportierten Artvertretern um illegale Tiere handelt.



Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Durchschnittl. Temperatur 23 23 24 23 22 21 20 20 21 22 23 23
Minimale Temperatur 19 19 19 19 18 16 15 15 16 17 18 19
Maximale Temperatur 28 28 28 28 27 26 25 25 26 27 28 28
Regentage 20 20 17 9 6 6 7 6 5 6 7 14

Die angegebenen Daten wurden von uns innerhalb mehrerer Jahre mit Thermo- und Hygrometern direkt an den Fundorten der Tiere gemessen und zusammengetragen. "Durchschnittliche Temperatur" bedeutet, dass die Werte eines gesamten Monats zu einem Durchschnittswert berechnet wurden, z.B. wurden alle gemessenen Minimalwerte eines Monats zu einem durchschnittlichen Minimalwert für Februar berechnet. Das bedeutet im Klartext, dass einzelne Spitzenwerte eines Tages deutlich höher oder niedriger als die durchschnittlichen Minimal- und Maximalwerte liegen können. Es ist also möglich, dass zwar das durchschnittliche Maximum bei 29 Grad liegt, es aber an einigen Tagen des Monats 33°C oder gar 35°C warm war.

Der Montagne d'Ambre ist ein immergrüner Regenwald, der sich über ein Bergmassiv vulkanischen Ursprungs in Höhen zwischen 850 und 1450 m ausbreitet. Durch die Höhe wird es hier nachts empfindlich kalt mit Temperaturstürzen bis auf 10°C.

Während der Regenzeit wird es tagsüber bis zu 28°C warm, an Sonnenflecken auch etwas wärmer. Die Durschnittstemperatur liegt allerdings etwas niedriger. Während der Regenzeit schüttet es mehrfach täglich, und auch mal ganze Tage durch. Typisch Regenwald eben 😉 . Aber auch in der Trockenzeit regnet es regelmäßig, wenn auch kürzer und eher in kleinen Schauern. Das Klima im Montagne d'Ambre ist daher das ganze Jahr über feucht. Während der Trockenzeit bleiben die Temperaturen vor allem tagsüber etwas niedriger mit bis zu 25°C.

2016 UVI Montagne d'Ambre

Die UVB-Daten wurden mit einem Solarmeter 6.5 im Frühjahr (Ende April) zur höchsten Aktivitätszeit der Chamäleons gemessen. Gemessen wurden jeweils maximal für das Chamäleon zu erreichende Werte im Habitat.

Leider sind noch keine Bodentemperaturen für den Montagne d'Ambre verfügbar.

Habitat:

Der Lebensraum von Furcifer timoni ist der dichte, gigantische Regenwald des Montagne d’Ambre. Die Tiere bewohnen Urwaldriesen, die unter der Last riesiger Nestfarne fast umkippen. Lianen hängen von den Bäumen herunter, Farne bedecken den Erdboden, Moos überwuchert umgestürzte Bäume. Orchideen und andere Epiphyten bewachsen fast jeden Ast des Regenwalds. Kleine Bäche durchziehen den Wald. Furcifer timoni bewohnt vor allem große, hohe Bäume und hält sich bevorzugt in den Kronen auf.  Im Folgenden einige Fotos aus dem Montagne d’Ambre.

Im Folgenden findest du einige 360°-Bilder aus dem Montagne d’Ambre, die wir 2017 aufgenommen haben. Mit der Maus kann man sich darin in alle Richtungen drehen. Wenn man auf das Theta-Logo klickt, öffnen sich die Bilder in vergrößerter Ansicht in einem eigenen Fenster. Dort besteht auch die Möglichkeit, die Bilder im Vollbildmodus auszuführen. Viel Spaß beim Anschauen!

Regenwald im Nationalpark Montagne d’Ambre, Region Diana, Nord-Madagaskar, April 2017 – Spherical Image – RICOH THETA

Regenwald im Nationalpark Montagne d’Ambre, Region Diana, Nord-Madagaskar, April 2017 – Spherical Image – RICOH THETA

Regenwald im Nationalpark Montagne d’Ambre, Region Diana, Nord-Madagaskar, April 2017 – Spherical Image – RICOH THETA

Regenwald im Nationalpark Montagne d’Ambre, Region Diana, Nord-Madagaskar, April 2017 – Spherical Image – RICOH THETA

Regenwald im Nationalpark Montagne d’Ambre, Region Diana, Nord-Madagaskar, April 2017 – Spherical Image – RICOH THETA

Regenwald im Nationalpark Montagne d’Ambre, Region Diana, Nord-Madagaskar, April 2017 – Spherical Image – RICOH THETA