Lokalform Ambanja

Furcifer pardalis aus Ambanja, Männchen, 2017
Furcifer pardalis aus Ambanja, Männchen, 2017
Furcifer pardalis aus Ambanja, Männchen, 2017
Furcifer pardalis aus Ambanja, Männchen, 2017
Furcifer pardalis Lokalform Ambanja
Furcifer pardalis Lokalform Ambanja
Furcifer pardalis Lokalform Ambanja
Furcifer pardalis Lokalform Ambanja

Verbreitung der Lokalform:

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Ambanja

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Ambanja -13.678920, 48.452190 Ambanja, Antsiranana, Madagascar (Routenplaner)

Ambanja liegt im Nordwesten Madagaskars in der Region Diana, und ist mit rund 40.000 Einwohnern eine der größten Städte in der Gegend. Die RN 6 führt direkt durch die chaotische und überbevölkerte Stadt, von dort zur Hauptstadt Antananarivo braucht man mit dem Pkw rund 20 Stunden. Die Region um Ambanja ist Hauptanbaugebiet für Kakao, und auf vielen Plantagen rund um Ambanja sowie in vielen Sträuchern, Gebüschen und Bäumen findet man Pantherchamäleons.

Im Süden Ambanjas verläuft der große Fluss Sambirano, der durch seine Größe eine natürliche Grenze bildet und von Pantherchamäleons nicht überquert werden kann. Allerdings findet man auch davor schon Tiere, die man sowohl zur Lokalform Ambanja als auch zur weiter südlich vorkommenden, ebenfalls durch einen Fluss abgegrenzten Lokalform Djangoa zählen könnte. Zur weiter nördlich an der Küste gelegenen Lokalform Ankify hin ist Ambanja durch einen mehrere Kilometer breiten Mangrovengürtel getrennt.

Aussehen der Lokalform:

Ähnlich zur Lokalform Ambilobe haben die Pantherchamäleons aus Ambanja keine einheitliche Grundfärbung, sondern variieren stark innerhalb der gleichen Lokalform. Die in der Terraristik oft genutzten Bezeichnungen „red bar“ oder „blue bar“ , die sich auf die Farbgebungen einzelner Tiere beziehen, sind dabei unserer Meinung nach einfach Unsinn. Im gleichen Gelege können verschiedene Farbvarianten (sowohl blaue, als auch rote oder gemischte) auftreten. Und sogar einzelne Tiere können als Jungtier eine völlig andere Färbung als im späten adulten Alter haben. Das folgende Foto zeigt ein Jungtier aus einer Kakaoplantage nahe Ambanja.

Gewichtstabelle

Gewichtstabelle Furcifer pardalis 2017

Seit 2015 messen wir die Gewichte von uns gefundener Chamäleons auf Madagaskar, soweit die Tiere (und unsere Waagen) mitmachen. Bisher sind es nur wenige Gewichte, langfristig soll sich aus einer möglichst großen Anzahl Messungen ein durchschnittliches Gewicht im Verhältnis zur Kopf-Rumpf-Länge (gemessen von der Nasenspitze bis zur Kloake) für jede Art ablesen lassen. Wichtig zu wissen ist, dass alle Gewichte gegen Ende der Regenzeit (= bestes Futterangebot) gemessen wurde, es dürfte sich also um Maximalgewichte auf Madagaskar handeln. Dreieckige Symbole bei Weibchen bedeuten nicht trächtig, runde Symbole bedeuten trächtig. Bei Furcifer pardalis hat sich bisher entgegen unserer ursprünglichen Annahme heraus gestellt, dass es keine gravierenden Unterschiede im Verhältnis der KRL zum Gewicht zwischen den einzelnen Lokalformen gibt.



Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Durchschnittl. Temperatur 26 26 26 26 25 24 23 23 24 25 26 26
Minimale Temperatur 22 22 22 22 20 18 18 18 19 20 21 22
Maximale Temperatur 30 30 31 31 30 29 29 29 30 31 31 30
Regentage 29 26 24 15 8 7 7 8 7 10 18 25

Die angegebenen Daten wurden von uns innerhalb mehrerer Jahre mit Thermo- und Hygrometern direkt an den Fundorten der Tiere gemessen und zusammengetragen. "Durchschnittliche Temperatur" bedeutet, dass die Werte eines gesamten Monats zu einem Durchschnittswert berechnet wurden, z.B. wurden alle gemessenen Minimalwerte eines Monats zu einem durchschnittlichen Minimalwert für Februar berechnet. Das bedeutet im Klartext, dass einzelne Spitzenwerte eines Tages deutlich höher oder niedriger als die durchschnittlichen Minimal- und Maximalwerte liegen können. Es ist also möglich, dass zwar das durchschnittliche Maximum bei 29 Grad liegt, es aber an einigen Tagen des Monats 33°C oder gar 35°C warm war.

In Ambanja ist es ganzjährig warm mit Temperaturen um die 25°C. In der Sonne kann die Temperatur gut über die 30°C gehen. Nachts sinken die Temperaturen auf bis zu 20° C herunter, während der Trockenzeit von April bis September kann es auch mal knapp darunterr auf 18°C gehen.

Wärhrend der Regenzeit regnet es täglich lange und ergiebig, so dass die Luftfeuchtigkeit enorm ansteigt. Während der Trockenzeit bleibt es jedoch auch sehr grün in der Gegend. Es regnet zwar deutlich weniger, aber die immer mal wieder auftretenden Niederschläge und die Lage direkt zwischen Flüssen sorgen für eine stetige Wasserversorgung der Region.

2014 UVI Ambanja

Die UVB-Daten wurden mit einem Solarmeter 6.5 im Frühjahr (Anfang April) zur höchsten Aktivitätszeit der Chamäleons gemessen. Gemessen wurden jeweils maximal für das Chamäleon zu erreichende Werte im Habitat.

Leider sind noch keine Bodentemperaturen für Ambanja verfügbar.

Habitat:

Das hauptsächliche Habitat der Pantherchamäleons hier sind Kakao- und Kaffeeplantagen. In Ambanja selbst findet man eher keine Chamäleons, da die Stadt enorm dicht besiedelt ist. Sowohl Kakao- als auch Kaffeebäume sind relativ niedrige Bäume mit breiten Kronen, die zwecks Ernte stets niedrig zurückgestutzt werden. Zwischen den kleinen Bäumen stehen hier und da riesige Mango- und Tamarindenbäume. In den Plantagen selbst ist es relativ schattig. Der Erdboden ist mit einer dicken Laubschicht bedeckt und wird teils von kriechenden Bodendeckern überwuchert.

Im Folgenden findest du einige 360°-Bilder aus den Plantagen nahe Ambanja. Mit der Maus kann man sich darin in alle Richtungen drehen. Wenn man auf das Theta-Logo klickt, öffnen sich die Bilder in vergrößerter Ansicht in einem eigenen Fenster. Dort besteht auch die Möglichkeit, die Bilder im Vollbildmodus auszuführen. Viel Spaß beim Anschauen!

Kakao- und Kaffeeplantage in Ambanja, Region Diana, Nordwest-Madagaskar, April 2017 – Spherical Image – RICOH THETA

Kakao- und Kaffeeplantage in Ambanja, Region Diana, Nordwest-Madagaskar, April 2017 – Spherical Image – RICOH THETA

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