Lokalform Ambanja

Ambanja liegt im Nordwesten Madagaskars in der Region Diana, und ist mit rund 40.000 Einwohnern eine der größten Städte in der Gegend. Die RN 6 führt direkt durch die chaotische und überbevölkerte Stadt, von dort zur Hauptstadt Antananarivo braucht man mit dem Pkw rund 20 Stunden. Die Region um Ambanja ist Hauptanbaugebiet für Kakao, und auf vielen Plantagen rund um Ambanja sowie in vielen Sträuchern, Gebüschen und Bäumen findet man Pantherchamäleons.

Ähnlich zur Lokalform Ambilobe haben die Pantherchamäleons aus Ambanja keine einheitliche Grundfärbung, sondern variieren stark innerhalb der gleichen Lokalform. Die in der Terraristik oft genutzten Bezeichnungen „red bar“ oder „blue bar“ , die sich auf die Farbgebungen einzelner Tiere beziehen, sind dabei unserer Meinung nach einfach Unsinn. Im gleichen Gelege können verschiedene Farbvarianten (sowohl blaue, als auch rote oder gemischte) auftreten. Und sogar einzelne Tiere können als Jungtier eine völlig andere Färbung als im späten adulten Alter haben.

Im Süden Ambanjas verläuft der große Fluss Sambirano, der durch seine Größe eine natürliche Grenze bildet und von Pantherchamäleons nicht überquert werden kann. Allerdings findet man auch davor schon Tiere, die man sowohl zur Lokalform Ambanja als auch zur weiter südlich vorkommenden, ebenfalls durch einen Fluss abgegrenzten Lokalform Djangoa zählen könnte. Zur weiter nördlich an der Küste gelegenen Lokalform Ankify hin ist Ambanja durch einen mehrere Kilometer breiten Mangrovengürtel getrennt.

Furcifer pardalis Lokalform Ambanja Jungtier

Jungtier aus Ambanja

Gewichtstabelle

Seit 2015 messen wir die Gewichte von uns gefundener Chamäleons auf Madagaskar, soweit die Tiere (und unsere Waagen) mitmachen. Bisher sind es nur wenige Gewichte, langfristig soll sich aus einer möglichst großen Anzahl Messungen ein durchschnittliches Gewicht im Verhältnis zur Kopf-Rumpf-Länge (gemessen von der Nasenspitze bis zur Kloake) für jede Art ablesen lassen. Wichtig zu wissen ist, dass alle Gewichte gegen Ende der Regenzeit (= bestes Futterangebot) gemessen wurde, es dürfte sich also um Maximalgewichte auf Madagaskar handeln. Dreieckige Symbole bei Weibchen bedeuten nicht trächtig, runde Symbole bedeuten trächtig. Bei Furcifer pardalis hat sich bisher entgegen unserer ursprünglichen Annahme heraus gestellt, dass es keine gravierenden Unterschiede im Verhältnis der KRL zum Gewicht zwischen den einzelnen Lokalformen gibt.

Gewichtstabelle Furcifer pardalis 2016

Klimatabelle für Furcifer pardalis aus Ambanja

Monat Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Durch. 26 26 26 26 25 24 23 23 24 25 26 26
Min. 22 22 22 22 20 18 18 18 19 20 21 22
Max. 30 30 31 31 30 29 29 29 30 31 31 30
Rt. 29 26 24 15 8 7 7 8 7 10 18 25
Durch. = Durchschnittstemperatur, Min.= Minimaltemperatur, Max.=Maximaltemperatur, Rt.= Regentage

Die angegebenen Daten wurden von uns innerhalb mehrerer Jahre mit Thermo- und Hygrometern direkt an den Fundorten der Tiere gemessen und zusammengetragen. „Durchschnittliche Temperatur“ bedeutet, dass die Werte eines gesamten Monats zu einem Durchschnittswert berechnet wurden, z.B. wurden alle gemessenen Minimalwerte eines Monats zu einem durchschnittlichen Minimalwert für Februar berechnet. Das bedeutet im Klartext, dass einzelne Spitzenwerte eines Tages deutlich höher oder niedriger als die durchschnittlichen Minimal- und Maximalwerte liegen können. Es ist also möglich, dass zwar das durchschnittliche Maximum bei 29 Grad liegt, es aber an einigen Tagen des Monats 33°C oder gar 35°C warm war.

Die UVB-Daten wurden mit einem Solarmeter 6.5 im Frühjahr (Anfang April) zur höchsten Aktivitätstzeit der Chamäleons gemessen. Dabei sind die verschiedenen angegebenen Wetterlagen zu beachten, die starke Auswirkung auf die Messdaten haben. Gemessen wurden jeweils maximal für das Chamäleon zu erreichende Werte im Habitat.

2016_uvi_ambanjaankaramibedjango

Im Folgenden einige 360°-Aufnahmen aus Kakao- und Kaffeeplantagen nahe Ambanja. Wenn man auf das Theta-Logo klickt, öffnen sich die Bilder in vergrößerter Ansicht in einem eigenen Fenster. Dort besteht auch die Möglichkeit, die Bilder im Vollbildmodus auszuführen. Viel Spaß beim Anschauen!

Kakao- und Kaffeeplantage in Ambanja, Region Diana, Nordwest-Madagaskar, April 2017 – Spherical Image – RICOH THETA

Kakao- und Kaffeeplantage in Ambanja, Region Diana, Nordwest-Madagaskar, April 2017 – Spherical Image – RICOH THETA

Die folgenden Fotos zeigen typische Ausschnitte des Habitats von Furcifer pardalis in und um Ambanja.

Furcifer pardalis Habitat Sambirano Ambanja

Der Sambirano trennt die Lokalform nach Süden hin ab

Furcifer pardalis Habitat Sambirano Ambanja

Sambirano mit Habitat im Hintergrund

Habitat Furcifer pardalis Ambanja

Hügel direkt vor Ambanja

Habitat Furcifer pardalis Ambanja

Habitat in Ambanja

Habitat Ambanja

Kaffeeplantagen von Ambanja, ein typischer Fundort

Habitat Ambanja 3

In Ambanja selbst

Habitat Ambanja 4

Hauptstraße von Ambanja

Habitat Ambanja

Habitat bei Ambanja

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Ambanja

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Ambanja -13.678920, 48.452190
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