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Kotuntersuchungen

Kotabsatz Furcifer petteri, 2013 im Montagne d'Ambre
Kotabsatz Furcifer rhinoceratus 2016, Ankarafantsika
Kotabsatz Calumma gallus, Vohimana 2016
Kotabsatz Brookesia tuberculata
Kotabsatz Furcifer pardalis, Ambilobe,
Kotabsatz Brookesia stumpffi, Ankify

Wichtigste Vorsorge für ein parasitenfreies Chamäleon sind die Quarantäne beim Einzug des Tieres sowie regelmäßige Kotproben. Insbesondere bei Wildfängen ist immer mit Parasitenbefall zu rechnen. Die meisten Parasitenstadien sind im Kot der Tiere unter dem Mikroskop nachweisbar, aber mit dem bloßen Auge nicht zu erkennen. Daher macht es Sinn, regelmäßig Kotproben des Chamäleons beim reptilienkundigen Tierarzt abzugeben und untersuchen zu lassen. Abgegeben wird möglichst frischer Kot in einem dichten Plastik-Behältnis. Urat – der weiße, cremige Teil – gehört nicht zur Probe. Eine „Schleimschicht“ um den Kot ist bei Chamäleons normal. Geeignete Kotröhrchen kann man sich beim reptilienkundigen Tierarzt mitgeben lassen. In dringenden Fällen kann der Tierarzt auch eine Darmspülprobe vom Chamäleon nehmen, um diese auf Parasiten zu untersuchen.

Wichtig zu wissen: Wurde nichts im Kot gefunden, bedeutet das nicht automatisch, dass das Chamäleon frei von Parasiten ist! Viele Parasiten(stadien) werden nicht ständig über den Kot ausgeschieden. Selbst ein Chamäleon, dass im Darm einen hochgradigen Parasitenbefall hat, kann zeitweise Kot ausscheiden, in dem kein einziger Parasit nachweisbar ist. Eine einzige Kotprobe reicht also nicht aus: Zu einer sinnvollen Vorsorge gehören zwei bis vier Kotproben pro Jahr – auch bei Tieren, die schon einmal gegen Parasiten behandelt wurden oder eine Quarantäne absolviert haben. Wer einen größeren Bestand hat, kann pro Raum jeweils eine Sammelkotprobe abgeben. Chamäleons, die auf nahem Raum beieinander gehalten werden, mit gleichen Futterutensilien gefüttert, mit gleichen Sprühflaschen versorgt werden und bei denen der Halter nacheinander in mehreren Terrarien hantiert, haben meist auch alle die gleichen Parasiten.

Werden Kotproben per Post an einen Tierarzt oder ein Labor versandt, sollte man diese unbedingt als Päckchen verpacken. Es gibt leider zahlreiche Fälle, in denen ein kleines Kotröhrchen im gepolsterten Briefumschlag von der Frankiermaschine beschädigt wurde. Das ist nicht nur für den Halter ärgerlich, der dann eine neue Kotprobe einschicken muss, sondern auch für denjenigen, der den mit Kot verschmierten Umschlag bekommt.

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