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Lokalform Cap Est

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Cap Est

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Cap Est -15.265556, 50.486667 Cap Est, Sava, Antsiranana, Madagaskar (Routenplaner)

Verbreitung der Lokalform Cap Est:

Cap Est liegt an der Ostküste Madagaskars und gehört zum Nationalpark Masoala. Es handelt sich hierbei nicht um ein Dorf, sondern um die Bezeichnung des östlichsten Zipfels Madagaskars. Das Gebiet besteht aus Resten von Regenwald und ist nur schwer zugänglich, weshalb kaum ein Reisender es je zu Gesicht bekommt. Wer es besuchen will, kann dies nur zusamen mit einem local guide des Nationalparks. Wir waren bisher erst wenige Male dort. Durch seine exponierte Lage wird Cap Est jährlich von Zyklonen heimgesucht, die jegliche Ansätze von Hüttenbau schnell wieder vernichten. Vom Rest der Insel wird das Kap durch Flüsse isoliert.

Aussehen der Lokalform:

Durch die isolierte Lage findet man hier auch eine sehr farbtreue Lokalform der Pantherchamäleons: Die Männchen sind taubenblau bis weiß mit tiefroter Bänderung.

Es ist auf Madagaskar illegal, Tiere aus geschützten Gebieten oder gar Nationalparks zu entnehmen. Wer diese Lokalform außerhalb Madagaskars findet, kann sicher sein, dass die Chamäleons entweder illegal exportiert wurden oder es sich nicht um diese Lokalform handelt. In fast allen Fällen handelt es sich schlicht um Tiere von Nosy Boraha (St. Marie) oder Toamasina (Tamatave), die unter falschem Namen verkauft wurden, um den Preis zu steigern.

Gewichtstabelle

Gewichtstabelle Furcifer pardalis 2018

Seit 2015 messen wir die Gewichte von uns gefundener Chamäleons auf Madagaskar, soweit die Tiere (und unsere Waagen) mitmachen. Bisher sind es nur wenige Gewichte, langfristig soll sich aus einer möglichst großen Anzahl Messungen ein durchschnittliches Gewicht im Verhältnis zur Kopf-Rumpf-Länge (gemessen von der Nasenspitze bis zur Kloake) für jede Art ablesen lassen. Wichtig zu wissen ist, dass alle Gewichte gegen Ende der Regenzeit (= bestes Futterangebot) gemessen wurde, es dürfte sich also um Maximalgewichte auf Madagaskar handeln. Dreieckige Symbole bei Weibchen bedeuten nicht trächtig, runde Symbole bedeuten trächtig. Bei Furcifer pardalis hat sich bisher entgegen unserer ursprünglichen Annahme heraus gestellt, dass es keine gravierenden Unterschiede im Verhältnis der KRL zum Gewicht zwischen den einzelnen Lokalformen gibt.

 

Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Durchschnittl. Temperatur 24 25 25 24 24 23 21 20 21 22 23 24
Minimale Temperatur 20 21 20 20 18 17 16 16 17 17 19 20
Maximale Temperatur 28 29 28 27 25 25 25 25 25 27 27 28
Regentage 26 23 25 19 17 18 21 21 16 17 20 24

Die angegebenen Daten wurden von uns innerhalb mehrerer Jahre mit Thermo- und Hygrometern direkt an den Fundorten der Tiere gemessen und zusammengetragen. "Durchschnittliche Temperatur" bedeutet, dass die Werte eines gesamten Monats zu einem Durchschnittswert berechnet wurden, z.B. wurden alle gemessenen Minimalwerte eines Monats zu einem durchschnittlichen Minimalwert für Februar berechnet. Das bedeutet im Klartext, dass einzelne Spitzenwerte eines Tages deutlich höher oder niedriger als die durchschnittlichen Minimal- und Maximalwerte liegen können. Es ist also möglich, dass zwar das durchschnittliche Maximum bei 29 Grad liegt, es aber an einigen Tagen des Monats 33°C oder gar 35°C warm war.

Der Regenwald von Masoala liegt direkt an der Küste mit Breitseite zur Bucht von Antongil, die sich aber wettermäßig eher wie offenes Meer verhält. Entsprechend gibt es im Frühjahr hier regelmäßig schwere Stürme. Während der Regenzeit regnet es täglich sehr intensiv, aber auch während der Trockenzeit ist regelmäßiger Niederschlag vorhanden.

Von Oktober bis April ist es wärmer als sonst in Masoala, mit Temperaturen bis über 30°C an sonnigen Stellen. Nachts sinken die Temperaturen etwas ab, was sich aber vor allem in der Trockenzeit von April bis Oktober mit Temperaturstürzen bis zu 15°C nachts bemerkbar macht. Luftfeuchtigkeit bei moderater Wärme sind hier die Schlüsselkomponenten.

2014 UVI Maroantsetra 2015 UVI Maroantsetra

Die UVB-Daten wurden mit einem Solarmeter 6.5 im Frühjahr (Ende März) zur höchsten Aktivitätszeit der Chamäleons gemessen. Gemessen wurden jeweils maximal für das Chamäleon zu erreichende Werte im Habitat.

Leider sind noch keine Bodentemperaturen für Masoala verfügbar.

Habitat:

Der Lebensraum der Pantherchamäleons hier besteht aus einer Mischung aus Regenwald und Sekundärvegetation. Der Erdboden ist dick mit Laub und Unterholz bedeckt, und das Gestrüpp enorm dicht. Große Bäume findet man vor allem in Richtung des übrigen Nationalparks, und weniger am Rand des Caps.