Lokalform Mangaoka

Furcifer pardalis Mangaoka, 2019
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Mangaoka

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Mangaoka -12.311240, 49.123478 Mangaoka, Madagaskar (Routenplaner)

Verbreitung der Lokalform Mangaoka:

Das Hüttendorf Mangaoka liegt im Nordwesten Madagaskars in der Region Diana, eigentlich unweit der Großstadt Antsiranana (französisch Diego Suarez). Allerdings ist der Weg nach Mangaoka rein praktisch vor allem in der Regenzeit sehr schlecht befahrbar. Sandpisten, spiegelglatte Schlammhügel und wackelige Holzbrücken verhindern, dass hier viele Menschen überhaupt hinkommen. Mangaoka selbst ist ein kleines Dorf und leider aktuell (2019) enorm schmutzig mit vielen Müllansammlungen. Um das Dorf existiert nur noch Sekundärvegetation: Büsche, ein paar große Mangobäume und niedriges Gestrüpp. Mangaoka ist im Norden und im Westen vom Kanal von Mosambik begrenzt. In Richtung Diego Suarez und Richtung Süden befinden sich breite Mangrovengürtel.

Aussehen der Lokalform:

In Mangaoka und Umgebung kann man sehr schöne, gelb-orange gefärbte männliche Pantherchamäleons finden. In Ruhefärbung sind die gelb-orangenen Anteile des Körpers häufig grün.Wir hatten vor einigen Jahren selbst einige Importtiere über einen Biologen aus dieser Region bekommen und mit diesen erfolgreich für Nachzuchten gesorgt.

Gewichtstabelle

Gewichtstabelle Furcifer pardalis 2018

Seit 2015 messen wir die Gewichte von uns gefundener Chamäleons auf Madagaskar, soweit die Tiere (und unsere Waagen) mitmachen. Langfristig soll sich aus einer möglichst großen Anzahl Messungen ein durchschnittliches Gewicht im Verhältnis zur Kopf-Rumpf-Länge (gemessen von der Nasenspitze bis zur Kloake) für jede Art ablesen lassen. Wichtig zu wissen ist, dass alle Gewichte gegen Ende der Regenzeit (= bestes Futterangebot) gemessen wurde, es dürfte sich also um Maximalgewichte auf Madagaskar handeln. Dreieckige Symbole bei Weibchen bedeuten nicht trächtig, runde Symbole bedeuten trächtig. Bei Furcifer pardalis hat sich bisher entgegen unserer ursprünglichen Annahme heraus gestellt, dass es keine gravierenden Unterschiede im Verhältnis der KRL zum Gewicht zwischen den einzelnen Lokalformen gibt.

 

Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Durchschnittl. Temperatur 27 27 27 27 26 25 24 24 25 26 27 27
Minimale Temperatur 23 23 23 22 21 19 19 19 19 21 22 23
Maximale Temperatur 31 31 31 31 31 30 30 30 31 31 31 31
Regentage 27 25 20 11 6 6 8 7 5 8 14 23

Die angegebenen Daten wurden von uns innerhalb mehrerer Jahre mit Thermo- und Hygrometern direkt an den Fundorten der Tiere gemessen und zusammengetragen. "Durchschnittliche Temperatur" bedeutet, dass die Werte eines gesamten Monats zu einem Durchschnittswert berechnet wurden, z.B. wurden alle gemessenen Minimalwerte eines Monats zu einem durchschnittlichen Minimalwert für Februar berechnet. Das bedeutet im Klartext, dass einzelne Spitzenwerte eines Tages deutlich höher oder niedriger als die durchschnittlichen Minimal- und Maximalwerte liegen können. Es ist also möglich, dass zwar das durchschnittliche Maximum bei 29 Grad liegt, es aber an einigen Tagen des Monats 33°C oder gar 35°C warm war.

In Mangaoka ist es während der Regenzeit von Oktober bis April sehr, sehr warm. Temperaturen über 30°C sind ganz normal. Nachts fallen die Temperaturen etwas ab, bleiben aber immer bei um die 25°C. Durch den konstanten Regen ist die Luftfeuchtigkeit enorm hoch.

Ab April ändert sich das Klima massiv. Tagsüber ist es zwar immernoch häufig wärmer als 30°C, aber nachts sinken die Temperaturen jetzt bis auf 19°C ab. Es regnet nur an wenigen Tagen im Monat und wird dadurch deutlich trockener.

2019 UVI Mangaoka

Die UVB-Daten wurden mit einem Solarmeter 6.5 im Frühjahr (Anfang April) zur höchsten Aktivitätszeit der Chamäleons gemessen. Gemessen wurden jeweils maximal für das Chamäleon zu erreichende Werte im Habitat.

Leider sind noch keine Bodentemperaturen für Mangaoka verfügbar.

Habitat:

Die Pantherchamäleons hier leben ausschließlich in Sekundärvegetation, zwischen abgeholzten Baumresten, Gebüsch und Mangobäumen. Sogar auf Zäunen findet man sie hier mal – wobei die „Zäune“ hier einfach zusammengesteckte Äste mitten im wuchernden Grünen sind, also nicht mit der europäischen Vorstellung eines „Zauns“ zu vergleichen. In der Regenzeit ist alles hier sehr grün, in der Trockenzeit wird die Gegend gelb, trocken und harsch. Die Fotos zeigen das Ende der Regenzeit.

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