Calumma furcifer

CITES-Quoten
kein legaler Export möglich

Erstbeschreibung:

(Vaillant & Grandidier, 1880)

Herkunft des Artnamens:

Die französischen Zoologen Léon Louis Vaillant und Guillaume Grandidier arbeiteten gemeinsam in der zoologischen Gesellschaft Frankreichs an verschiedenen Veröffentlichungen. Sie benannten diese Chamäleonart nach dem Lateinischen furca für „Gabel“. Er bezeichnet den charakteristischen Nasenfortsatz der Männchen von Calumma furcifer.

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Calumma furcifer

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Vohidrazana: -18.955649, 48.552532

Verbreitung:

Calumma furcifer kommt aus dem Osten des Zentralen Hochlandes. Diese Tiere findet man rund 25 Kilometer östlich des Nationalparks von Andasibe in Voidrazana. In dieser Gegend ist der Primärwald schon fast gänzlich verschwunden, und lediglich in kleinen Gebieten ist waldähnliche Sekundärvegetation nachgewachsen. Die Tiere findet man in den schwer zugänglichen Hangregionen in Flussnähe, vermutlich weil dieses Gelände als letzter Zufluchtsort weniger leicht für Brennholz oder Viehweiden genutzt werden kann. Der übrige Lebensraum ist massiv von Brandrodung bedroht und wird wahrscheinlich in den nächsten Jahren komplett verschwinden. Schon jetzt ist dieses Chamäleon kaum noch auffindbar.

Aussehen und Größe:

Die Männchen von Calumma furcifer haben einen schmalen, gabelförmigen Nasenfortsatz. Sie gehören mit einer Gesamtlänge von etwa 15 cm zu den kleineren Chamäleonarten. Ihr Schuppenkleid ist grasgrün mit einem undeutlichen, blassweißen Lateralstreifen, aus dem zwei weiße Punkte hervorstechen. Der Helm ist sehr flach und geht fast direkt in den Rücken über. Nur der Rücken ist mit rundlichen Kegelschuppen versehen, die reichlich Abstand zueinander lassen und vor dem Schwanz enden.

 

Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Durchschnittl. Temperatur 23 24 23 23 22 19 19 19 20 21 22 23
Minimale Temperatur 20 20 20 19 18 15 15 15 15 16 18 19
Maximale Temperatur 27 27 27 27 25 23 23 23 24 25 26 27
Regentage 27 24 19 17 18 21 20 15 16 20 25 26

Die angegebenen Daten wurden von uns innerhalb mehrerer Jahre mit Thermo- und Hygrometern direkt an den Fundorten der Tiere gemessen und zusammengetragen. "Durchschnittliche Temperatur" bedeutet, dass die Werte eines gesamten Monats zu einem Durchschnittswert berechnet wurden, z.B. wurden alle gemessenen Minimalwerte eines Monats zu einem durchschnittlichen Minimalwert für Februar berechnet. Das bedeutet im Klartext, dass einzelne Spitzenwerte eines Tages deutlich höher oder niedriger als die durchschnittlichen Minimal- und Maximalwerte liegen können. Es ist also möglich, dass zwar das durchschnittliche Maximum bei 29 Grad liegt, es aber an einigen Tagen des Monats 33°C oder gar 35°C warm war.

Die Region um Andasibe mit den dazugehörigen Wäldern Mantadia und Analamazaotra liegen im östlichen Hochland Madagaskars auf Höhen zwiscen 900 und 1250 m über Meeresniveau. Es wird deshalb tagsüber zwar mal über 25°C warm, über die 30°-Grenze klettert das Thermometer aber eher selten oder nur in Sonnenflecken. Nachts fallen die Temperaturen immer tief in den Keller. 10° bis 15° Grad sind die Regel.

Die Luftfeuchtigkeit in den Regenwäldern um Andasibe ist das ganze Jahr über hoch. Während der Regenzeit regnet es täglich ausgiebig, manchmal hält der Regen über Tage an. Aber auch die Trockenzeit unterscheidet sich nicht massiv, außer dass sie etwas kühlere Temperaturen aufweist. Es regnet trotzdem mindestens jeden zweiten Tag, eher öfter. Regen, hohe Luftfeuchtigkeit und nächtlicher Temperatursturz sind daher die zentralen Punkte im Klima Andasibes.

2014 UVI Andasibe 2016 UVI Andasibe

Die UVB-Daten wurden mit einem Solarmeter 6.5 im Frühjahr (März, April) zur höchsten Aktivitätszeit der Chamäleons gemessen. Gemessen wurden jeweils maximal für das Chamäleon zu erreichende Werte im Habitat.

Leider sind noch keine Bodentemperaturen für die Region Andasibe verfügbar.

Habitat:

Die folgenden Fotos zeigen Ausschnitte aus dem Habitat von Calumma furcifer. Die Gegend besteht fast nur noch aus Sekundärvegetation, und die Tiere überleben in Büschen, Sträuchern und dünnen Bäumchen an schwer zugänglichen Hängen. Primärwald ist hier längst nicht mehr vorhanden, drumherum ist alles kahlgeschlagen.

Im Folgenden findest du einige 360°-Bilder aus der Gegend nahe Vohidrazana. Mit der Maus kann man sich darin in alle Richtungen drehen. Wenn man auf das Theta-Logo klickt, öffnen sich die Bilder in vergrößerter Ansicht in einem eigenen Fenster. Dort besteht auch die Möglichkeit, die Bilder im Vollbildmodus auszuführen. Viel Spaß beim Anschauen!

Regenwald im Schutzgebiet Maromizaha, Region Alaotra-Mangoro, östliches Hochland, Madagaskar, April 2018 – Spherical Image – RICOH THETA

Regenwald im Schutzgebiet Maromizaha, Region Alaotra-Mangoro, östliches Hochland, Madagaskar, April 2018 – Spherical Image – RICOH THETA