Calumma malthe

Calumma malthe
Calumma malthe in Maromizaha 2018
Calumma malthe in Maromizaha 2018
Calumma malthe in Maromizaha 2018
Calumma malthe in Maromizaha 2018
Calumma malthe in Maromizaha 2018
CITES-Quoten
2011-13 keine Tiere, 2014-21 je 500 Tiere für den legalen Export freigegeben

Erstbeschreibung:

(Günther, 1879)

Herkunft des Artnamens:

Der deutsche Zoologe Albert Carl Ludwig Gotthilf Günther, damals Direktor der Zoologischen Abteilung des Naturhistorischen Museums von London (Großbritannien), benannte Calumma malthe 1879 in einer sehr kurzen Beschreibung. Wie er auf den Namen malthe kam, ist leider unbekannt.

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Calumma malthe

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Andasibe-Mantadia: -18.832866, 48.469620
Anjanaharibe-Sud: -14.721097, 49.463196
Analamazaotra: -18.945258, 48.433228
Marojejy: -14.418720, 49.720001
Ambohijanahary: -17.401753, 48.383102
Tsaratanana: -13.779402, 48.959198

Verbreitung:

Diese faszinierende Chamäleonart bewohnt die östlichen Regenwälder und Bergnebelwälder der Nationalparks von Andasibe-Mantadia, Anjanaharibe-Sud und Marojejy. Dabei sind die Fundorte immer sehr dicht bewachsen und weit innerhalb der immergrünen Wälder. Wir konnten bisher keine Chamäleons dieser Art außerhalb des dichten Blattwerks finden. Am Tag sind die Tiere im Dschungel fast nie zu sehen. Wer sich anschickt, diese Chamäleons zu suchen, sollte sich nachts auf den Weg machen.

Aussehen und Größe:

Diese Chamäleonart ist durch Ihre sehr großen Occipitallappen und den Nasenfortsatz bei den Männchen gut erkennbar. Die Färbung ist meist grün-grau, mit grasgrünen Partien an den Flanken und im Occipitallappenbereich. Die Gesamtlänge beläuft sich bei den Männchen auf etwa 31 cm, und bei den Weibchen auf rund 28 cm. Die Weibchen haben in der Paarungszeit (Januar bis April) blaue Umrandungen an den Occipitallappen und blaue Augenlider. Der Kehlsack beider Geschlechter weist meistens ein oder zwei größere Kegelschuppen auf, der Rückenkamm kleine Zacken, von denen jede dritte oder vierte etwas größer als die anderen ist.

Besonderheiten:

Sobald diese Chamäleons gereizt werden, spreizen sie Ihre Occipitallapen deutlich ab, so sehen die Tiere größer und bedrohlicher aus. Natürlich wird bei dieser Gelegenheit kräftig gefaucht und mit Seitwärtsbewegungen gedroht.

 

Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Durchschnittl. Temperatur 23 24 23 23 22 19 19 19 20 21 22 23
Minimale Temperatur 20 20 20 19 18 15 15 15 15 16 18 19
Maximale Temperatur 27 27 27 27 25 23 23 23 24 25 26 27
Regentage 27 24 19 17 18 21 20 15 16 20 25 26

Die angegebenen Daten wurden von uns innerhalb mehrerer Jahre mit Thermo- und Hygrometern direkt an den Fundorten der Tiere gemessen und zusammengetragen. "Durchschnittliche Temperatur" bedeutet, dass die Werte eines gesamten Monats zu einem Durchschnittswert berechnet wurden, z.B. wurden alle gemessenen Minimalwerte eines Monats zu einem durchschnittlichen Minimalwert für Februar berechnet. Das bedeutet im Klartext, dass einzelne Spitzenwerte eines Tages deutlich höher oder niedriger als die durchschnittlichen Minimal- und Maximalwerte liegen können. Es ist also möglich, dass zwar das durchschnittliche Maximum bei 29 Grad liegt, es aber an einigen Tagen des Monats 33°C oder gar 35°C warm war.

Die Region um Andasibe mit den dazugehörigen Wäldern Mantadia und Analamazaotra liegen im östlichen Hochland Madagaskars auf Höhen zwiscen 900 und 1250 m über Meeresniveau. Es wird deshalb tagsüber zwar mal über 25°C warm, über die 30°-Grenze klettert das Thermometer aber eher selten oder nur in Sonnenflecken. Nachts fallen die Temperaturen immer tief in den Keller. 10° bis 15° Grad sind die Regel.

Die Luftfeuchtigkeit in den Regenwäldern um Andasibe ist das ganze Jahr über hoch. Während der Regenzeit regnet es täglich ausgiebig, manchmal hält der Regen über Tage an. Aber auch die Trockenzeit unterscheidet sich nicht massiv, außer dass sie etwas kühlere Temperaturen aufweist. Es regnet trotzdem mindestens jeden zweiten Tag, eher öfter. Regen, hohe Luftfeuchtigkeit und nächtlicher Temperatursturz sind daher die zentralen Punkte im Klima Andasibes.

2014 UVI Andasibe 2016 UVI Andasibe

Die UVB-Daten wurden mit einem Solarmeter 6.5 im Frühjahr (März, April) zur höchsten Aktivitätszeit der Chamäleons gemessen. Gemessen wurden jeweils maximal für das Chamäleon zu erreichende Werte im Habitat.

Leider sind noch keine Bodentemperaturen für die Region Andasibe verfügbar.

Habitat:

Die folgenden Fotos zeigen Ausschnitte aus dem Habitat von Calumma malthe in der Region rund um Andasibe. Die Art kommt bevorzugt in der Nähe von kleinen Flüssen vor, die für eine stetig hohe Luftfeuchtigkeit sorgen. Calumma malthe lebt ausschließlich in Mitten des Regenwaldes, zwischen Epiphyten, Farnen, Lianen und bemoosten Ästen. Es bevorzugt schmalere Äste großer Bäume, wo das Unterholz besonders dicht ist und man vor lauter Astgewirr kaum noch etwas sehen kann.

Im Folgenden findest du einige 360°-Bilder aus der Region um Andasibe und aus Vohimana. Mit der Maus kann man sich darin in alle Richtungen drehen. Wenn man auf das Theta-Logo klickt, öffnen sich die Bilder in vergrößerter Ansicht in einem eigenen Fenster. Dort besteht auch die Möglichkeit, die Bilder im Vollbildmodus auszuführen. Viel Spaß beim Anschauen!

Regenwald im Reservat V.O.I.M.M.A., Andasibe, Region Alaotra-Mangoro, östliches Hochland, Madagaskar, April 2017 – Spherical Image – RICOH THETA

Regenwald im Reservat V.O.I.M.M.A., Andasibe, Region Alaotra-Mangoro, östliches Hochland, Madagaskar, April 2017 – Spherical Image – RICOH THETA

Regenwald im Reservat V.O.I.M.M.A., Andasibe, Region Alaotra-Mangoro, östliches Hochland, Madagaskar, April 2017 – Spherical Image – RICOH THETA

Regenwald im Reservat V.O.I.M.M.A., Andasibe, Region Alaotra-Mangoro, östliches Hochland, Madagaskar, April 2017 – Spherical Image – RICOH THETA

Regenwald im Schutzgebiet Maromizaha, Region Alaotra-Mangoro, östliches Hochland, Madagaskar, April 2018 – Spherical Image – RICOH THETA

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