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Lokalform Nosy Be

Furcifer pardalis Lokalform Nosy Be
Furcifer pardalis Lokalform Nosy Be
Furcifer pardalis Lokalform Nosy Be
Furcifer pardalis Lokalform Nosy Be Weibchen
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Nosy Be

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Nosy Be -13.336175, 48.271179 Nosy Be, Diana, Antsiranana, Madagaskar (Routenplaner)

Verbreitung der Lokalform Nosy Be:

Die Insel Nosy Be (übersetzt bedeutet das einfach „große Insel“) liegt im Nordwesten Madagaskars in der Region Diana. Sie ist rund 312 km² groß und mit über 45.000 Menschen stark bevölkert, wobei die meisten in der größten Stadt der Insel, Andoany (früher Hellville genannt), von Fischerei und Tourismus leben. Nosy Be ist wahrscheinlich der bekannteste Urlaubsort Madagaskars, vor allem Italiener sind hier anzutreffen. Leider ist die Vulkaninsel mit zunehmenden Besuchern auch zu einer Insel des Sextourismus geworden, weshalb wir sie nur selten besuchen. Nosy Be verfügt inzwischen über einen eigenen Nationalpark namens Lokobe, viele schöne Strände und mehrheitlich Sekundärvegetation sowie Ylang-Ylang-Plantagen auf der übrigen Insel. Zudem liegen die Inseln Nosy Komba, Nosy Faly und Nosy Tanikely in erreichbarer Weite. Man erreicht Nosy Be per Flugzeug über den Flughafen Fascene oder über den Seeweg von Ankify aus.

Lokalform Nosy Be

Pantherchamäleon auf Nosy Be

Aussehen der Lokalform:

Durch ihre völlige Isolation als Insel im Kanal von Mozambique hat sich hier eine sehr farbtreue Lokalform von Pantherchamäleons entwickelt. Die Männchen sind türkisgrün oder -blau, mit blauer Bänderung und roten Punkten. Der Mundwinkel ist stets gelb und die Augen weisen einen roten Fächer auf. Trotz der hohen Ähnlichkeit zwischen den hiesigen Pantherchamäleons gibt es kleine Variationen innerhalb der Lokalform, so existieren zum Beispiel fast vollständig türkisblau gefärbte Tiere ohne markante Bänderung.

Gewichtstabelle

Gewichtstabelle Furcifer pardalis 2018

Seit 2015 messen wir die Gewichte von uns gefundener Chamäleons auf Madagaskar, soweit die Tiere (und unsere Waagen) mitmachen. Bisher sind es nur wenige Gewichte, langfristig soll sich aus einer möglichst großen Anzahl Messungen ein durchschnittliches Gewicht im Verhältnis zur Kopf-Rumpf-Länge (gemessen von der Nasenspitze bis zur Kloake) für jede Art ablesen lassen. Wichtig zu wissen ist, dass alle Gewichte gegen Ende der Regenzeit (= bestes Futterangebot) gemessen wurde, es dürfte sich also um Maximalgewichte auf Madagaskar handeln. Dreieckige Symbole bei Weibchen bedeuten nicht trächtig, runde Symbole bedeuten trächtig. Bei Furcifer pardalis hat sich bisher entgegen unserer ursprünglichen Annahme heraus gestellt, dass es keine gravierenden Unterschiede im Verhältnis der KRL zum Gewicht zwischen den einzelnen Lokalformen gibt.

 

Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Durchschnittl. Temperatur 27 27 27 26 25 24 24 25 25 26 27 27
Minimale Temperatur 23 23 24 23 22 20 20 19 20 22 23 23
Maximale Temperatur 31 31 31 31 31 29 29 29 30 31 31 31
Regentage 21 19 17 12 8 8 8 8 7 8 11 17

Die angegebenen Daten wurden von uns innerhalb mehrerer Jahre mit Thermo- und Hygrometern direkt an den Fundorten der Tiere gemessen und zusammengetragen. "Durchschnittliche Temperatur" bedeutet, dass die Werte eines gesamten Monats zu einem Durchschnittswert berechnet wurden, z.B. wurden alle gemessenen Minimalwerte eines Monats zu einem durchschnittlichen Minimalwert für Februar berechnet. Das bedeutet im Klartext, dass einzelne Spitzenwerte eines Tages deutlich höher oder niedriger als die durchschnittlichen Minimal- und Maximalwerte liegen können. Es ist also möglich, dass zwar das durchschnittliche Maximum bei 29 Grad liegt, es aber an einigen Tagen des Monats 33°C oder gar 35°C warm war.

Das Klima auf den Inseln vor Madagaskars Nordwestküste ist ganzjährig sehr warm. Temperaturen über 30°C komme regelmäßig vor. Nachts fallen die Temperaturen in der Regenzeit nur knapp unter 25°C, während der Trockenzeit deutlich tiefer bis 19°C.

Während der Regenzeit regnet es sehr ergiebig und viel. Von April bis Oktober bleibt es weitestgehend trocken und sonnig auf den Inseln, regnet aber ab und zu trotzdem noch.

2016 UVI Nosy Be

Die UVB-Daten wurden mit einem Solarmeter 6.5 im Frühjahr (Anfang April) zur höchsten Aktivitätszeit der Chamäleons gemessen. Gemessen wurden jeweils maximal für das Chamäleon zu erreichende Werte im Habitat.

Leider sind noch keine Bodentemperaturen für Nosy Be verfügbar.

Habitat:

Die Pantherchamäleons von Nosy Be besiedeln zwei verschiedene Typen von Lebensraum. Einer ist der letzte Regenwald der Insel, Lokobe. Er liegt auf einem Berg, der von Bäumen sehr dicht bewachsen ist. Der Boden ist sehr felsig und viele kleine Bäche durchziehen den dichten Regenwald. Moose, Farne und Lianen sind überall zu finden. Der zweite Lebensraum der Pantherchamäleons auf Nosy Be ist das genaue Gegenteil: Offene Landschaften in der Sekundärvegetation der übrigen Insel. Palmen, Gebüsche und Hotelgärten – es wird quasi alles besiedelt.

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