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Lokalform Nosy Tanikely

Furcifer pardalis Nosy Tanikely, male, 2019
Furcifer pardalis Nosy Tanikely, male, 2019
Furcifer pardalis Nosy Tanikely, male, 2019
Furcifer pardalis Nosy Tanikely, male, 2019

Verbreitung der Lokalform Nosy Tanikely:

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Nosy Tanikely

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Nosy Tanikely -13.483000, 48.236600 (Routenplaner)

Nosy Tanikely ist eine winzige paradiesische Insel von 3,41 km² Größe, was auch der Name gut wiedergibt. Das madagassische Nosy Tanikely bedeutet soviel wie „Insel aus wenig Erde“ oder „kleine Erde“. Die oft verwendete Schreibweise „Tanihely“ mit h statt k ist kein Schreibfehler, sondern lediglich der Name des Parks im Dialekt der lokalen Bevölkerung, der Sakalava. Die Insel liegt im Nordwesten Madagaskars, gut acht Kilometer südöstlich der bekannten großen Insel Nosy Be im Kanal von Mosambik. Die gesamte Insel sowie das umliegende Meer sind Teil des Nationalparks Nosy Tanikely, stehen also unter Schutz. Das Anfassen oder Entnehmen von Chamäleons ist hier strengstens untersagt. Da die Insel bereits vor 2011, als sie den Status als Nationalpark offiziell verliehen bekam, lediglich für Tagesausflüge von Touristen genutzt wurde und nie Menschen dort wohnten, leben die Pantherchamäleons hier seit viel Längerem jedoch bereits ungestört. Schnorchler und Taucher interessieren sich hier mehr für die Tiere Unterwasser als die an Land.

Aussehen der Lokalform:

Als völlig vom Festland und anderen Insel isolierte Lokalform sind die männlichen Pantherchamäleons auf Nosy Tanikely sehr farbtreu. Erstaunlicherweise gleichen sie den „benachbarten“ Lokalformen Nosy Be und Nosy Faly, die sich beide durch viel Blau auszeichnen, so gar nicht. Stattdessen tragen die männlichen Pantherchamäleons auf Nosy Tanikely blaue und türksigrüne Bänderung und dazu einen orange gefärbten Kopf mit blauen Akzenten vor allem am Kehlsack. Die blauen, teils türkis leuchtenden Bänder des Körpers sind von roten Punkten durchsetzt. Bei Stress oder wenn die Tiere stark von der Sonne aufgewärmt sind, färbt sich die türkise Bänderung des Körpers teils in leuchtendes Orange.

Es ist auf Madagaskar illegal, Tiere aus geschützten Gebieten oder gar Nationalparks zu entnehmen. Wer diese Lokalform außerhalb Madagaskars findet, kann sicher sein, dass die Chamäleons entweder illegal exportiert wurden oder es sich nicht um diese Lokalform handelt. In fast allen Fällen handelt es sich schlicht um Tiere anderer Lokalformen, die unter falschem Namen verkauft werden, um den Preis zu steigern.

 

Gewichtstabelle

Gewichtstabelle Furcifer pardalis 2018

Seit 2015 messen wir die Gewichte von uns gefundener Chamäleons auf Madagaskar, soweit die Tiere (und unsere Waagen) mitmachen. Bisher sind es nur wenige Gewichte, langfristig soll sich aus einer möglichst großen Anzahl Messungen ein durchschnittliches Gewicht im Verhältnis zur Kopf-Rumpf-Länge (gemessen von der Nasenspitze bis zur Kloake) für jede Art ablesen lassen. Wichtig zu wissen ist, dass alle Gewichte gegen Ende der Regenzeit (= bestes Futterangebot) gemessen wurde, es dürfte sich also um Maximalgewichte auf Madagaskar handeln. Dreieckige Symbole bei Weibchen bedeuten nicht trächtig, runde Symbole bedeuten trächtig. Bei Furcifer pardalis hat sich bisher entgegen unserer ursprünglichen Annahme heraus gestellt, dass es keine gravierenden Unterschiede im Verhältnis der KRL zum Gewicht zwischen den einzelnen Lokalformen gibt.

Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Durchschnittl. Temperatur 27 27 27 26 25 24 24 25 25 26 27 27
Minimale Temperatur 23 23 24 23 22 20 20 19 20 22 23 23
Maximale Temperatur 31 31 31 31 31 29 29 29 30 31 31 31
Regentage 21 19 17 12 8 8 8 8 7 8 11 17

Die angegebenen Daten wurden von uns innerhalb mehrerer Jahre mit Thermo- und Hygrometern direkt an den Fundorten der Tiere gemessen und zusammengetragen. "Durchschnittliche Temperatur" bedeutet, dass die Werte eines gesamten Monats zu einem Durchschnittswert berechnet wurden, z.B. wurden alle gemessenen Minimalwerte eines Monats zu einem durchschnittlichen Minimalwert für Februar berechnet. Das bedeutet im Klartext, dass einzelne Spitzenwerte eines Tages deutlich höher oder niedriger als die durchschnittlichen Minimal- und Maximalwerte liegen können. Es ist also möglich, dass zwar das durchschnittliche Maximum bei 29 Grad liegt, es aber an einigen Tagen des Monats 33°C oder gar 35°C warm war.

Das Klima auf den Inseln vor Madagaskars Nordwestküste ist ganzjährig sehr warm. Temperaturen über 30°C komme regelmäßig vor. Nachts fallen die Temperaturen in der Regenzeit nur knapp unter 25°C, während der Trockenzeit deutlich tiefer bis 19°C.

Während der Regenzeit regnet es sehr ergiebig und viel. Von April bis Oktober bleibt es weitestgehend trocken und sonnig auf den Inseln, regnet aber ab und zu trotzdem noch.

2016 UVI Nosy Tanikely

Die UVB-Daten wurden mit einem Solarmeter 6.5 im Frühjahr (Anfang April) zur höchsten Aktivitätszeit der Chamäleons gemessen. Gemessen wurden jeweils maximal für das Chamäleon zu erreichende Werte im Habitat.

Leider sind noch keine Bodentemperaturen für Nosy Tanikely verfügbar.

Habitat:

Nosy Tanikely verfügt nur über einen kleinen Wald, der jedoch gute Lebensbedingungen für Pantherchamäleons bildet. Ein paar Bananenpflanzen und Palmen sowie andere eingeschleppte Sekundärvegetation wie Tamarinden finden sich dazwischen. Der Boden besteht nur am Strand selbst aus Sand und ist im Wald eher erdig-sandig durchmischt, von einer dicken Laubschicht bedeckt und von Felsen durchzogen.

 

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