Brookesia ramanantsoai

CITES-Quoten
kein legaler Export möglich

Erstbeschreibung:

Brygoo & Domergue, 1975

Herkunft des Artnamens:

Édouard-Raoul Brygoo (später tätig im Naturhistorischen Museum Paris, Frankreich) und Charles Antoine Domergue vom damaligen Institut Pasteur in Antananarivo, Madagaskar widmeten diese Chamäleonart dem Zoologen Guy Ramanantsoa. Ramanantsoa arbeitete an der Universität von Antananarivo und beschäftigte sich ebenfalls zeitweise mit Chamäleons. Er hatte ein Jahr zuvor die Art Calumma ambreense beschrieben.

Verbreitung:

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Brookesia ramanantsoai

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Andasibe: -18.931619, 48.431168
Vohimana: -18.917979, 48.512535
Mandraka: -18.911900, 47.920000
Ambohiboatavo: -18.997044, 47.845287

Brookesia ramanantsoai kann man im östlichen Hochland Madagaskars finden. Ursprünglich sind diese kleinen Chamäleons aus dem Nationalpark Andasibe-Mantadia bekannt, dort haben wir sie jedoch noch nie beobachten können. Nur 25 km östlich von Andasibe liegt aber das Reservat Vohimana. Dort hat man wesentlich bessere Chancen, Brookesia ramanantsoai zu entdecken. Auch westlich von Andasibe, in einigen kleinen Waldstücken nahe Mandraka, ist die Art beheimatet. Unweit von Mandraka liegt der See Mantasoa, in dessen Nähe der Erstfundort der Art liegt. Das gesamte Verbreitungsgebiet von Brookesia ramanantsoai liegt relativ hoch, auf etwa 1000 bis 1300 m über Meeresniveau.

Aussehen und Größe:

Brookesia ramanantsoai gehört zur minima-Gruppe und ist entsprechend klein. Von der Nasen- bis zur Schwanzspitze misst es gerade einmal 41 bis 44 mm. Statt einem Hüftschild tragen sie nur zwei vergrößerte Kegelschuppen auf Höhe der Hüfte. In der vorderen Körperhälfte finden sich zwei besser entwickelte laterovertebrale Tuberkel, die übrigen sind kaum ausgeprägt. Rein optisch ist die Art nicht von Brookesia dentata zu unterscheiden, hier fehlt es jedoch noch an Forschung. Genetisch sind die beiden Arten unterschiedlich und kommen auch in zwei völlig unterschiedlichen Lebensräumen vor.

 

Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Durchschnittl. Temperatur 23 24 23 24 21 19 19 19 20 21 22 23
Minimale Temperatur 20 20 20 19 18 15 15 15 15 16 18 19
Maximale Temperatur 27 27 27 27 25 23 23 23 24 25 26 27
Regentage 27 24 26 19 17 18 21 20 15 16 20 25

Die angegebenen Daten wurden von uns innerhalb mehrerer Jahre mit Thermo- und Hygrometern direkt an den Fundorten der Tiere gemessen und zusammengetragen. "Durchschnittliche Temperatur" bedeutet, dass die Werte eines gesamten Monats zu einem Durchschnittswert berechnet wurden, z.B. wurden alle gemessenen Minimalwerte eines Monats zu einem durchschnittlichen Minimalwert für Februar berechnet. Das bedeutet im Klartext, dass einzelne Spitzenwerte eines Tages deutlich höher oder niedriger als die durchschnittlichen Minimal- und Maximalwerte liegen können. Es ist also möglich, dass zwar das durchschnittliche Maximum bei 29 Grad liegt, es aber an einigen Tagen des Monats 33°C oder gar 35°C warm war.

Das Klima in Vohimana ist vergleichbar mit dem der Region Andasibe-Mantadia. Es liegt ebenfalls im östlichen Hochland auf rund 1000 m über Meeresniveau und entsprechend werden die Nächte oft kühl mit Temperaturen um die 15°C.

Während der Regenzeit regnet es täglich ausgiebig und die Temperaturen erreichen tagsüber 25 bis 28°C, an sonnigen Plätzen auch etwas mehr. Während der Trockenzeit liegen die Temperaturen etwas niedriger und es regnet nicht täglich, aber immernoch sehr regemäßig.

2014 UVI Andasibe 2016 UVI Andasibe

Die UVB-Daten wurden mit einem Solarmeter 6.5 im Frühjahr (Anfang April) zur höchsten Aktivitätszeit der Chamäleons gemessen. Gemessen wurden jeweils maximal für das Chamäleon zu erreichende Werte im Habitat.

Leider sind noch keine Bodentemperaturen für Vohimana verfügbar.

Habitat:

Die folgenden Fotos zeigen Ausschnitte aus dem Habitat von Brookesia ramanantsoai während der Regenzeit in einem kleinen Schutzgebiet nahe Mandraka. Sowohl in Vohimana als auch nahe Mandraka kommen die Chamäleons eher an Hängen vor. Feingliedrige, kleine Pflanzen und viele Farne bewachsen den Erdboden. Laub und Totholz bedeckt zwar den Boden, bildet aber keine so dicke Schicht wie an anderen Stellen des Waldes. Zum Schlafen suchen Brookesia ramanantsoai häufig wie andere Erdchamäleons der minima-Gruppe die hohen, breiten und bemoosten Wurzeln großer Bäume auf.

Im Folgenden findest du einige 360°-Bilder aus Analamazaotra (Andasibe). Mit der Maus kann man sich darin in alle Richtungen drehen. Wenn man auf das Theta-Logo klickt, öffnen sich die Bilder in vergrößerter Ansicht in einem eigenen Fenster. Dort besteht auch die Möglichkeit, die Bilder im Vollbildmodus auszuführen. Viel Spaß beim Anschauen!

Regenwald im Nationalpark Andasibe-Mantadia (Analamazaotra), Andasibe, Region Alaotra-Mangoro, östliches Hochland, Madagaskar, April 2018 – Spherical Image – RICOH THETA

Regenwald im Nationalpark Andasibe-Mantadia (Analamazaotra), Andasibe, Region Alaotra-Mangoro, östliches Hochland, Madagaskar, April 2018 – Spherical Image – RICOH THETA

 

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