Brookesia thieli

Brookesia thieli
Brookesia thieli in Ranomafana 2018
Brookesia thieli in Ranomafana 2018
Brookesia thieli in Anjozorobe 2018
Brookesia thieli in Anjozorobe 2018
Brookesia thieli in Anjozorobe 2018
CITES-Quoten
2011-13 je 100 Tiere, 2014-16 je 500 Tiere, 2017 erstmals 1000 Tiere, 2018-2020 je 500 Tiere für den legalen Export freigegeben

Erstbeschreibung:

Brygoo & Domergue, 1969

Herkunft des Namens:

Édouard-Raoul Brygoo (später tätig im Naturhistorischen Museum Paris, Frankreich) und Charles Antoine Domergue vom damaligen Institut Pasteur in Antananarivo, Madagaskar, benannten die Art nach dem Botaniker Jean Thiel. Thiel hatte die meisten Tiere der Art 1968 gefunden und nach Antananarivo gebracht.

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Brookesia thieli

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Andasibe: -18.913432, 48.414688
Fierenana: -17.928400, 48.257200
Moramanga: -18.947100, 48.230400
Anjozorobe: -18.398000, 47.882400
Ranomafana: -21.217701, 47.427979

Verbreitung:

Brookesia thieli kommt im zentralen Osten Madagaskars in den Gegenden von Moramanga, Andasibe, Vohimana und Anjozorobe vor. Außerdem soll es eine weitere Population weiter oben im Norden bei Masoala geben. Wir haben die Tiere bisher im Regenwald des Andasibe-Mantadia Nationalpark, im Nationalpark Ranomafa und in Anjozorobe finden können.

Aussehen & Größe:

Diese Erdchamäleons erreichen eine Größe von maximal 73 mm. Am Rücken verläuft beidseitig je eine Reihe von elf Dornfortsätzen, die sich über den Schwanz fortsetzt. Beide Geschlechter haben Turbekel am Kinn. Die Grundfarbe dieser Tiere sind verschiedene Brauntöne, die meisten Individuen haben einen helleren Rücken und dunkleren Bauch.  Der Fortsatz über der Nase ist gut entwickelt.

 

Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Durchschnittl. Temperatur 23 24 23 23 22 19 19 19 20 21 22 23
Minimale Temperatur 20 20 20 19 18 15 15 15 15 16 18 19
Maximale Temperatur 27 27 27 27 25 23 23 23 24 25 26 27
Regentage 27 24 19 17 18 21 20 15 16 20 25

Die angegebenen Daten wurden von uns innerhalb mehrerer Jahre mit Thermo- und Hygrometern direkt an den Fundorten der Tiere gemessen und zusammengetragen. "Durchschnittliche Temperatur" bedeutet, dass die Werte eines gesamten Monats zu einem Durchschnittswert berechnet wurden, z.B. wurden alle gemessenen Minimalwerte eines Monats zu einem durchschnittlichen Minimalwert für Februar berechnet. Das bedeutet im Klartext, dass einzelne Spitzenwerte eines Tages deutlich höher oder niedriger als die durchschnittlichen Minimal- und Maximalwerte liegen können. Es ist also möglich, dass zwar das durchschnittliche Maximum bei 29 Grad liegt, es aber an einigen Tagen des Monats 33°C oder gar 35°C warm war.

Die Region um Andasibe mit den dazugehörigen Wäldern Mantadia und Analamazaotra liegen im östlichen Hochland Madagaskars auf Höhen zwiscen 900 und 1250 m über Meeresniveau. Es wird deshalb tagsüber zwar mal über 25°C warm, über die 30°-Grenze klettert das Thermometer aber eher selten oder nur in Sonnenflecken. Nachts fallen die Temperaturen immer tief in den Keller. 10° bis 15° Grad sind die Regel.

Die Luftfeuchtigkeit in den Regenwäldern um Andasibe ist das ganze Jahr über hoch. Während der Regenzeit regnet es täglich ausgiebig, manchmal hält der Regen über Tage an. Aber auch die Trockenzeit unterscheidet sich nicht massiv, außer dass sie etwas kühlere Temperaturen aufweist. Es regnet trotzdem mindestens jeden zweiten Tag, eher öfter. Regen, hohe Luftfeuchtigkeit und nächtlicher Temperatursturz sind daher die zentralen Punkte im Klima Andasibes.

2014 UVI Andasibe 2016 UVI Andasibe

Die UVB-Daten wurden mit einem Solarmeter 6.5 im Frühjahr (März, April) zur höchsten Aktivitätszeit der Chamäleons gemessen. Gemessen wurden jeweils maximal für das Chamäleon zu erreichende Werte im Habitat.

Leider sind noch keine Bodentemperaturen für die Region Andasibe verfügbar.

Habitat:

Die folgenden Fotos zeigen Ausschnitte aus dem Habitat von Brookesia thieli in Andasibe und Fundorte in Anjozorobe. Die Art versteckt sich gut im Unterholz, das aus vielen kleinen Pflanzen, losen Ästen und wenigen umgestürzten Baumstämmen besteht. Die Tiere halten sich auf der dicken Laubschicht und auf sehr niedrigen Ästen und Zweigen von Büschen auf. In Anjozorobe bewohnt Brookesia thieli vor allem sehr stark mit Farn bewachsene Mikrohabitate.

Im Folgenden findest du einige 360°-Bilder aus Anjozorobe-Angavo. Mit der Maus kann man sich darin in alle Richtungen drehen. Wenn man auf das Theta-Logo klickt, öffnen sich die Bilder in vergrößerter Ansicht in einem eigenen Fenster. Dort besteht auch die Möglichkeit, die Bilder im Vollbildmodus auszuführen. Viel Spaß beim Anschauen!

Regenwald im Schutzgebiet Anjozorobe-Angavo, Region Analamanga, zentrales Hochland, Madagaskar, April 2018 – Spherical Image – RICOH THETA

Regenwald neben Reisfeldern im Schutzgebiet Anjozorobe-Angavo, Region Analamanga, zentrales Hochland, Madagaskar, April 2018 – Spherical Image – RICOH THETA

Regenwald im Schutzgebiet Anjozorobe-Angavo, Region Analamanga, zentrales Hochland, Madagaskar, April 2018 – Spherical Image – RICOH THETA

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