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Größe & Belüftung des Terrariums

Große Parsons Terrarien

Größe des Terrariums

Die Größe des Terrariums muss sich natürlich nach dem zukünftigen Bewohner richten, nicht andersherum. Dabei ist die Aktivität der Art genauso zu beachten wie die erreichbare Endgröße des Chamäleons selbst. Beispielsweise ist Furcifer lateralis eine enorm aktive Art, die von größeren Terrarien trotz der verhältnismäßig geringen Körpergröße sehr profitiert. Außerdem muss beachtet werden, ob es sich um eine Boden bewohnende Art (Brookesia ssp.) oder baumbewohnende Tiere (Calumma ssp., Furcifer ssp.) handelt. Letztere benötigen Terrarien, die mehr in die Höhe als in die Breite reichen.

Für ein Pantherchamäleon empfehlen wir eine Basisgröße von 80 x 80 x 150 cm (Breite x Länge x Höhe), wobei das Terrarium gerne größer ausfallen darf. Bei Weibchen können die Becken zwar auf Grund der geringeren Körpergröße etwas kleiner ausfallen, aber auch unter ihnen gibt es viele Individuen, die den ganzen Tag unterwegs sind und großzügigere Terrarien voll ausnutzen.

Oftmals tauchen im Internet „Faustregeln“ wie  „Höhe des Terrariums = x-faches der Körperlänge“ auf. Diese Angaben stammen aus dem Gutachten über die Mindestanforderungen an die Haltung von Reptilien von 1997. Davon abgesehen, dass das Gutachten inzwischen veraltet ist und etliche Fehler aufweist, nennt es, wie der Titel schon sagt, lediglich Mindestmaße. Für baumbewohnende Chamäleons wird dabei ein Terrarium von der Größe des 4 x 2,5 x 4 fachem der Kopf-Rumpf-Länge (KRL, Länge des Tieres von der Nasenspitze bis zur Kloake) vorgeschlagen. Für ein ausgewachsenes Pantherchamäleon mit gut 20 cm Kopf-Rumpf-Länge, aber einer Gesamtlänge von fast 40 cm, würde dies einem Terrarium mit 80 cm Länge, 50 cm Breite und 80 cm Höhe entsprechen. Diese Maße sind für diese aktive Art ein absoluter Witz und von tiergerechter Haltung weit entfernt. Somit können Empfehlungen wie in diesem Gutachten genannt letztendlich für die artgerechte und möglichst naturnahe Haltung in Privathand keine Richtlinie sein. Sie setzen vielmehr die Grenze zu tierschutzwidrigen Terrarienhaltungen.

 

Wozu große Belüftungsflächen?

Gazedeckel bei einem Aluverbundplatten-Terrarium

Gazedeckel bei einem Aluverbundplatten-Terrarium

Chamäleons sind kleine Frischluftfanatiker, was von der speziellen Anatomie ihrer Lungen herrührt. Zu geringe Belüftungsflächen oder falsche Einrichtung führen über kurz oder lang zu Lungenerkrankungen, die nur schwer und langwierig zu therapieren sind und oftmals zum Todes des Pfleglings führen. Um das von Vorneherein zu verhindern, sollten die Belüftungsflächen für Chamäleonterrarien möglichst großzügig gewählt werden. Grundsätzlich sollte der komplette Deckel des Terrariums aus Gaze bestehen, womit das Chamäleon auch nicht an die darüber installierten Lampen gelangen kann (mehr dazu hier). Zusätzlich sollte eine zweite große Belüftungsfläche vorhanden sein, die mindestens 2/3 einer Seite einnimmt. Die Standard-Lüftungsschlitze unter den Schiebetüren und im Deckel reichen nicht aus! Genausowenig nutzen eine Reihe gebohrter Löcher unter der Tür oder schmale Streifen an den Seiten kurz über dem Boden. Von Ventilatoren an Stelle ausreichender Belüftungsflächen raten wir auf Grund der Entstehung von Zugluft und oft unzureichendem Luftaustausch ab.