Brookesia therezieni

Brookesia superciliaris aus Mitsinjo, 2016
Brookesia superciliaris aus Mitsinjo am Baumstamm
CITES-Quoten
2011-13 je 100 Tiere, 2014-20 je 500 Tiere für den legalen Export freigegeben

Erstbeschreibung:

Brygoo & Domergue, 1970

Herkunft des Artnamens:

Édouard-Raoul Brygoo und Charles Antoine Domergue vom damaligen Institut Pasteur in Antananarivo, Madagaskar, benannten die Art nach dem Biologen Yves Thérézien. Jean Thiel hatte 1967 Tiere der Art aus Andasibe nach Antananarivozum Institut Pasteur zwecks wissenschaftlicher Untersuchung gebracht, nach ihm wurde jedoch bereits ein anderes Erdchamäleon benannt.  Thérézien arbeitete später am Naturhistorischen Museum Paris, Frankreich, an dem auch Brygoo und Domergue später tätig waren. Er beschäftigte sich vor allem mit Süßwasseralgen und Fischen und arbeitete von 1958 bis 1966 in verschiedenen Instituten auf Madagaskar.

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Brookesia therezieni

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Vohimana: -18.927397, 48.489876
Anosibe An\'Ala: -19.438100, 48.206100
Anjanaharibe-Sud: -14.713791, 49.461823
Imerimandroso: -17.427900, 48.592300
Mantadia: -18.821817, 48.477173
Marojejy: -14.447979, 49.671936

Verbreitung:

Diese kleine Chamäleonart hat ihr Verbreitungsgebiet in den östlichen Regenwäldern Madagaskars rund um Andasibe-Mantadia und etwas nördlicher davon. Wir haben sie bisher erfolgreich in Mitten des Reservats Vohimanagefunden. Die Tiere dieser Art leben am Boden wie alle Erdchamäleons, gut versteckt zwischen Laub und auf niedrigen Ästchen knapp über der Erde.

Aussehen & Größe:

Für ein Erdchamäleon wird diese Art mit Gesamtlängen von 90 mm bei den Männchen verhältnismäßig groß. Die Weibchen erreichen maximal 68 mm. Die Grundfarbe von Brookesia therezieni ist braun bis beige, sie sehen Brookesia superciliaris insgesamt sehr ähnlich, tragen aber ein etwas heterogeneres Schuppenkleid. Über den Augen tragen sie einen knöchernen Fortsatz, und haben punktförmige Tuberkel am Kinn. An den Seiten verläuft je eine Serie von zehn oder elf dornartigen Schuppen, im Gegensatz zu B. superciliaris reicht sie bei B. therezieni bis über den Schwanz. Einzelne Tiere zeigen einen helleren Bereich am Bauch.

 

Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Durchschnittl. Temperatur 23 24 23 23 22 19 19 19 20 21 22 23
Minimale Temperatur 20 20 20 19 18 15 15 15 15 16 18 19
Maximale Temperatur 27 27 27 27 25 23 23 23 24 25 26 27
Regentage 27 24 19 17 18 21 20 15 16 20 25

Die angegebenen Daten wurden von uns innerhalb mehrerer Jahre mit Thermo- und Hygrometern direkt an den Fundorten der Tiere gemessen und zusammengetragen. "Durchschnittliche Temperatur" bedeutet, dass die Werte eines gesamten Monats zu einem Durchschnittswert berechnet wurden, z.B. wurden alle gemessenen Minimalwerte eines Monats zu einem durchschnittlichen Minimalwert für Februar berechnet. Das bedeutet im Klartext, dass einzelne Spitzenwerte eines Tages deutlich höher oder niedriger als die durchschnittlichen Minimal- und Maximalwerte liegen können. Es ist also möglich, dass zwar das durchschnittliche Maximum bei 29 Grad liegt, es aber an einigen Tagen des Monats 33°C oder gar 35°C warm war.

Die Region um Andasibe mit den dazugehörigen Wäldern Mantadia und Analamazaotra liegen im östlichen Hochland Madagaskars auf Höhen zwiscen 900 und 1250 m über Meeresniveau. Es wird deshalb tagsüber zwar mal über 25°C warm, über die 30°-Grenze klettert das Thermometer aber eher selten oder nur in Sonnenflecken. Nachts fallen die Temperaturen immer tief in den Keller. 10° bis 15° Grad sind die Regel.

Die Luftfeuchtigkeit in den Regenwäldern um Andasibe ist das ganze Jahr über hoch. Während der Regenzeit regnet es täglich ausgiebig, manchmal hält der Regen über Tage an. Aber auch die Trockenzeit unterscheidet sich nicht massiv, außer dass sie etwas kühlere Temperaturen aufweist. Es regnet trotzdem mindestens jeden zweiten Tag, eher öfter. Regen, hohe Luftfeuchtigkeit und nächtlicher Temperatursturz sind daher die zentralen Punkte im Klima Andasibes.

2014 UVI Andasibe 2016 UVI Andasibe

Die UVB-Daten wurden mit einem Solarmeter 6.5 im Frühjahr (März, April) zur höchsten Aktivitätszeit der Chamäleons gemessen. Gemessen wurden jeweils maximal für das Chamäleon zu erreichende Werte im Habitat.

Leider sind noch keine Bodentemperaturen für die Region Andasibe verfügbar.

Habitat:

Die folgenden Fotos zeigen Ausschnitte aus dem Habitat von Brookesia therezieni zur Regenzeit in der Region von Andasibe und Vohimana. Das Habitat ist dauerfeucht mit reichem Unterholz, Moosen, Farnen und vielerlei kleinen Sträuchern und Pflanzen. Die Art kommt ausschließlich im Regenwald vor, und meidet jegliche Sekundärvegetation.

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