Brookesia vadoni

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Brookesia vadoni
CITES-Quoten
kein legaler Export möglich

Erstbeschreibung:

Brygoo & Domergue, 1968

Herkunft des Artnamens:

Édouard-Raoul Brygoo und Charles Antoine Domergue bekamen 1967 von den beiden Entomologen Jean-Pierre Léopold Vadon und  Jean-Marie Betsch zwei Brookesia vadoni ins Institut Pasteur nach Antananarivo gebracht. Die Tiere waren ursprünglich von André Peyriéras in Masoala gesammelt worden. Die beiden Erdchamäleons lebten zwei Monate, bevor sie mangels Wissen um Haltungs- und Fütterungsbedingungen verstarben. 1968 schickte Peyriéras zwei weitere Tiere in die Hauptstadt Madagaskars. Brygoo und Domergue, die später beide am Naturhistorischen Museum Paris (Frankreich) arbeiteten, benannten die Art schließlich nach Vadon. Vadon lebte bereits seit 1934 in Maroantsetra und war französischer Konsul. Bis zu seinem Lebensende blieb er auf Madagaskar und beschrieb diverse Insektenarten.

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Brookesia vadoni

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Marojejy: -14.450639, 49.682922
Masoala: -15.482798, 50.175934
Anjanaharibe-Sud: -14.721761, 49.487915

Verbreitung:

Brookesia vadoni kommt im Nordosten Madagaskars in winzigen, voneinander isolierten Gebieten im Marojejy Nationalpark, Anjanaharibe-Sud und dem Masoala Nationalpark vor. Sie leben in der Laubschicht der Regenwälder. Wir konnten die Art bisher in Marojejy in sehr unzugänglichen Schluchten auf einem extrem begrenzten Gebiet von weniger als 100 m² finden. Trotz des Wissens um ihre Habitate ist Brookesia vadoni unheimlich schwer im dichten Laub zu entdecken. Wieviele Tiere es überhaupt nocht gibt, ist unbekannt. In Masoala wurden in den letzten Jahren gar keine Tiere dieser Art mehr gefunden.

Aussehen & Größe:

Mit einer Größe von 57 bis 58 mm gehört es unter den Erdchamäleons zu den mittelgroßen Arten. Auffällig sind die leuchtenden, bunten Farben dieser Art, die kein anderes Brookesia zeigt. Brookesia vadoni-Männchen tragen ein gelb-blau gepunktetes Farbkleid mit variablen Schattierungen. Beide Geschlechter zeigen außerdem neun paarige „Stacheln“ an der Seite, die sich am Schwanz fortsetzen. Sie haben Tuberkel am Kinn und eine deutliche Erhebung zwischen Nase und Augen, sowie  zwei deutliche Fortsätze über den Augen. Die Kopffarbe der Population in Marojejy ist gelb, wogegen die Tiere in Masoala grün gefärbte Köpfe haben. Die Weibchen sind etwas unauffälliger, sie tragen ein dunkles Braun mit gelben, pfeilartigen Streifen auf den Seiten.

Besonderheiten:

Farbe und Aussehen sind extrem ungewöhnlich für Erdchamäleons, die sonst nur braun bis beige sind.

 

Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Durchschnittl. Temperatur 26 26 26 25 25 23 23 22 23 24 25 26
Minimale Temperatur 24 24 23 23 22 21 20 19 20 21 22 24
Maximale Temperatur 30 29 29 29 28 27 25 25 25 27 28 30
Regentage 28 23 27 22 24 21 20 18 23 22 16 25

Marojejy besteht vorwiegend aus einem Regenwald, der sich über das gleichnamige heilige Gebirge auf Höhen von 800 bis maximal 2100 m über Meeresniveau erstreckt. In den höchsten Gebieten ist das Klima kühl und die Vegetation karg, die meisten Chamäleons leben jedoch im wärmeren Regenwald darunter.

In Marojejy gibt es nur wenig Unterschied zwischen Regen- und Trockenzeit. Die Luftfeuchtigkeit ist stetig sehr, sehr hoch. In der Regenzeit sind die Niederschläge ergiebiger, halten oft Tage an und gehen ab und zu mit schweren Stürmen einher. In der Trockenzeit liegen die Temperaturen etwas niedriger, richtig kalt wird es jedoch nie und es regnet immernoch fast täglich. Und trocken wird es in der Trockenzeit in Marojejy auch nicht.

2014 UVI Marojejy 2015 UVI Marojejy

Die UVB-Daten wurden mit einem Solarmeter 6.5 im Frühjahr (Ende März bis Anfang April) zur höchsten Aktivitätszeit der Chamäleons gemessen. Gemessen wurden jeweils maximal für das Chamäleon zu erreichende Werte im Habitat.

Leider sind noch keine Bodentemperaturen für Marojejy verfügbar.

Habitat:

Die folgenden Fotos zeigen Ausschnitte aus dem Habitat von Brookesia vadoni in Marojejy. Marojejy ist ein sehr uriger Regenwald mit riesigen Bäumen und Unmengen, sehr dichtem Unterholz. Rindenstücke, Laub, Moose, Farne, Flechten und Lianen sowie jede Menge Gestrüpp, hier ist alles vorhanden. Der Erdboden ist teils sehr steinig und von Felsen durchsetzt.

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