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Chamäleons transportieren

Transport von Chamäleons
Transport von Chamäleons
Transport von Chamäleons
Transport von Chamäleons

Vom Züchter nach Hause, zum Tierarzt oder beim Verkauf eines Jungtieres: Irgendwann kommt der Zeitpunkt, an dem man sein Chamäleon transportieren muss. Chamäleons sind wie alle Reptilien wechselwarm, ihre Körpertemperatur ist also von der Umgebung abhängig. Daher muss eine geeignete Transportmöglichkeit gewärmt und isoliert sein, um ein Auskühlen oder Überhitzen des Chamäleons während des Transports zu verhindern. Ein ausgekühltes Tier kann  zum Beispiel beim Tierarzt nicht mehr vollständig untersucht oder vom Käufer nicht vernünftig in Augenschein genommen werden. Eine Plastikbox im Auto bei angeschalteter Heizung oder gar ein Schuhkarton reicht nicht aus!

Grundsätzlich sollte für jedes Chamäleon eine eigene Transportbox zur Verfügung stehen. Müssen mehrere Chamäleons gleichzeitig transportiert werden, sollte jedes Chamäleon seine eigene Box mit Sichtschutz zu anderen Tieren bekommen.

Die beste Wahl zum Transport von Chamäleons ist eine dicht schließende Styroporkiste, im besten Fall mit einer kleineren, leicht zu reinigenden Plastikbox für jedes einzelne Chamäleon darin. Plastik ist für die Innenbox(en) das Material der Wahl, da es am besten zu reinigen ist. Sogenannte Faunaboxen haben sich bei kleinen und größeren Chamäleons bewährt. In die Box kann ein angefeuchtetes Küchenpapier gelegt werden. Außerdem sollte ein Ast hineingeklemmt oder mit Lebensmittelsilikon eingeklebt werden, auf dem das Chamäleon bequem und sicher sitzen kann. Der Ast muss so befestigt werden, dass er weder verrutscht noch wackelt. Für sehr kleine Chamäleonarten wie beispielsweise einige Brookesia können auch handelsübliche Heimchendosen ausreichen. Gerade für sehr kleine und bodenbewohnende Chamäleons sollten die Dosen dann aber mit etwas Laub und Moos versehen sein, in dem sich das Tier verstecken kann.

Transport von Chamäleons

Parsons Jungtiere einzeln in Plastikboxen mit je einem Ästchen darin, darunter eine flache Wärmflasche. Um ein Verrutschen der Boxen innerhalb der Styroporkiste zu verhindern, wurden die Leerräume mit Küchenpapier aufgefüllt.

Die verschlossene Plastikbox samt Chamäleon kommt in die Styroporkiste, auf deren Boden eine Wärmflasche liegt. Die Temperatur sollte warm sein, aber 35°C nicht überschreiten. Es ist immer sinnvoll, ein kleines, digitales Thermometer auf der Kiste zu befestigen, dessen Fühler auf der Wärmflasche oder Heizquelle liegt. So kann man die Temperatur innerhalb der Transportbox kontrollieren, ohne die Box öffnen zu müssen. Eine Styroporbox ganz ohne Wärmequelle ist übrigens nutzlos – dadurch, dass das Chamäleon wechselwarm ist, kann es die Box nicht mit eigener Körpertemperatur erwärmen.

Die verschlossene Styroporbox bietet Wärme und Dunkelheit, so dass das Chamäleon im Normalfall auf seine Schlafposition geht und den ganzen Transport schlicht und einfach verschläft. Damit wird jeder unnötige Stress vermieden. Bitte keine Löcher in die Styroporkiste bohren ! Das ist nicht nur sinnlos, sondern sogar widersinnig: Die isolierenden Eigenschaften des Styropors und die Dunkelheit in der Kiste gehen durch „Lüftungslöcher“ verloren. Eine Transportkiste braucht aber auch gar keine Lüftungsflöcher. Die Luft in der Kiste reicht problemlos mehrere Stunden aus, der Deckel muss also auch nicht während des Transports angehoben werden.

Eine Alternative zur Styroporkiste sind handelsübliche Kühlboxen, die die Temperatur einer Wärmflasche ebenfalls gut halten und das Innere komplett abdunkeln. Einige Halter transportieren ihre Tiere auch direkt in der Styroporbox, ohne eine weitere Innenbox aus Plastik. Das hat allerdings den Nachteil, dass Verschmutzungen schlechter zu reinigen sind und jedes Chamäleon seine eigene Box braucht. Bei großen Chamäleons sollte man auch bedenken, dass sie leichte, nicht sehr fest sitzende Styropordeckel gegebenenfalls von innen aufdrücken können. Auch hier bietet sich eine fest verschließbare Plastikbox im Inneren einer großen Styroporkiste mehr an.

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