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Terrarienbau – welches Material?

Glas

Terrarien aus Glas mit eingebautem Gazedeckel

Terrarien aus Glas mit eingebautem Gazedeckel

Terrarien aus Glas gehören zu den ältesten in der Terraristik und haben über viele Jahre bis heute gute Dienste geleistet. Leider sind die üblichen Standard-Glasterrarien aus dem Handel auf Grund ihrer schlechten Belüftung nicht für die Chamäleonhaltung geeignet, d.h. sie müssen zur Nutzung nachträglich umgebaut werden. Meistens entfernt man eine Schiebescheibe und den Deckel, um diese durch Gaze zu ersetzen. Wir nutzen modifizierte Glasterrarien als Quarantäne-becken.

Vorteile:

  • sehr gut einsehbar
  • gut zu reinigen & desinifizeren
  • lichtdurchlässig
  • wasserfest

Nachteile:

  •  Deckel muss durch Gaze ersetzt werden, da Glas keine UVB-Strahlung durchlässt
  • Lochbleche im Deckel absorbieren zuviel Licht und UVB-Strahlung
  • schwierig, nachträglich große Belüftungsflächen einzubauen
  • hohes Gewicht
  • manche Chamäleons reagieren aggressiv auf ihr Spiegelbild

Styropor/Styrodur

Quarantäne-Terrarium aus Styrodur

Quarantäne-Terrarium aus Styrodur

Terrarien aus Styropor oder –dur sind in der Terraristik vor allem bei Bastelfreaks verbreitet, haben sich jedoch in der Chamäleonhaltung nicht durchgesetzt. Wer viel Zeit und Mühe investieren möchte und dazu noch künstlerisch begabt ist, kann hier mit Föhn und anderen Werkzeugen hübsche Ergebnisse erzielen. Bei den meisten bleiben Selbstbauten aus Styropor aber weit hinter den ursprünglichen Erwartungen zurück, vor allem was die Optik angeht.

Vorteile:

  • relativ günstiges Material
  • sehr leicht
  • kann ganz nach den Ideen des Bastlers gebaut werden
  • selbstgemachtes Aussehen

Nachteile:

  • muss vollständig mehrfach beschichtet werden (Epoxidharz, Fliesenkleber)
  • sehr schlecht bis gar nicht zu reinigen & desinfizieren
  • hoher Zeitaufwand
  • selbstgemachtes Aussehen
  • teils instabil

OSB (Grobspanplatten)

Terrarium aus OSB, hier für Heuschrecken genutzt

Terrarium aus OSB, hier für Heuschrecken genutzt

Grobspanplatten, besser bekannt als OSB (Abkürzung für oriented strand board), sind vor allem bei Neueinsteigern in der Terraristik sehr beliebt, da sie als günstiges und einfach zu bearbeitendes Selbstbaumaterial in jedem Baumarkt erhältlich sind. Zusätzlich kann man auch gekaufte OSB-Terrarien nachträglich gut bearbeiten. Ein großer Nachteil ist, dass alle OSB-Platten mit 2K-Epoxidharz oder einer ähnlichen Versiegelung überzogen werden müssen, damit die Feuchtigkeit im Terrarium das Holz nicht quellen lässt. Teils wird das Terrarium dadurch weit weniger günstig als zu Anfang angenommen. Optisch finden wir es sehr fragwürdig, sobald man seine Terrarien in Wohnzimmer oder anderen Wohnraum integrieren möchte.

Vorteile:

  •  geringe Materialkosten
  • Platten können im Baumarkt zugeschnitten werden
  • sehr formstabil, Lüftungsflächen können auch nachträglich ausgesägt und mit Gaze bespannt werden

Nachteile:

  • schlecht bis gar nicht zu reinigen und desinfizieren
  • nicht wasserdicht: alle Platten müssen versiegelt werden
  • unschöne Optik / Abkleben mit Folie klappt selten sauber
Terrarium aus Forex

Terrarien aus Forex

Forex (Hartschaumplatten)

Forex ist eine meist weiße Hartschaumplatte, die in den letzten Jahren große Beliebtheit unter Chamäleonhaltern und anderen Reptilienfreunden gewonnen hat. Den Vorteilen mit edler Optik im Wohnbereich, guten Reinigungsmöglichkeiten und geringem Gewicht stehen etwas höheren Kosten in der Anschaffung gegenüber. Außerdem ist Forex ein sehr weiches Baumaterial, was in puncto Stabilität Probleme bergen kann.

Vorteil:

  • sehr leicht, gut transportabel
  • schöne, saubere Optik
  • leicht zu reinigen und desinfizieren
  • leicht zu schneiden und zu bearbeiten
  • simple Klebeverbindungen reichen für kleine Terrarien
  • kann bei größeren Terrarien mit Aluprofilen kombiniert werden

Nachteil:

  • sehr weiches und biegsames Material, nur bis zu einer gewissen Terrariengröße sinnvoll alleine einzusetzen
  • Klebeverbindungen können sich mit der Zeit lösen
  • verhältnismäßig teuer
  • bedingt UV-beständig (vergilben), UV-beständige Platten kosten mehr

Aluminium-Profile

Nachzuchtterrarien aus Aluprofilen und Forex

Terrarien aus Aluminium-Profilen sind wohl die beste Wahl an Baumaterialien im Terrariumbau und lassen kaum Wünsche offen, da fast jede Form, jedes Aussehen und jede Größe verwirklicht werden kann. Die Profile steckt man mittels Verbinder ineinander. Gut verbaut sind die fertigen Alugerüste fast unkaputtbar, sehr starr und dauerhaft formstabil. Mit ihnen lassen sich ganze Terrarienwände genauso anfertigen wie Einzelterrarien. Die Profile gibt es in verschiedenen Farben, so dass man sie problemlos im Wohnbereich nutzen kann. Aluminium-Profile können mit jeglichem Material zusammen genutzt werden, z.B. Glas, Hartschaumplatten oder Aluverbundplatten.

Vorteile:

  • sehr stabil
  • leicht
  • robust + langfristig haltbar
  • kaum Wertminderung
  • schicke Optik

Nachteile:

  • etwas kostenintensiver

Aluverbundplatten + Aluminium-Profile

Terrarium aus Aluverbundplatten

Terrarium aus Aluverbundplatten

Terrarien aus Aluminium-Profilen und weißen Aluverbundplatten haben eine edle Optik, die den Forex-Terrarien sehr ähnelt. In Stabilität, Größe und Haltbarkeit bietet Aluverbund gegenüber Forex aber erhebliche Vorteile, zumal es günstiger in der Anschaffung ist. Es ist außerdem UV-beständig und Lüftungsflächen können in jeder Form und Größe eingebaut werden. Das Ganze in Aluminium-Profilen verpackt ist wohl die beste Wahl, die man im Terrarienbau treffen kann: Die Aluprofile sind nahezu unkaputtbar.

Vorteile:

  • saubere, edle Optik
  • auch mit 200 cm Höhe formstabil
  • geringes Gewicht
  • sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • leicht zu reinigen & desinfizieren

Nachteile:

  • etwas kostenintensiver
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