Brookesia tuberculata

Brookesia tuberculata, Montagne d'Ambre 2017
Brookesia tuberculata, Montagne d'Ambre 2017
Brookesia tuberculata, Montagne d'Ambre 2017
Brookesia tuberculata
Brookesia tuberculata
Brookesia tuberculata
Brookesia tuberculata
Brookesia tuberculata
Brookesia tuberculata, Montagne d'Ambre 2017
Brookesia tuberculata, Montagne d'Ambre, 2019
CITES-Quoten
kein legaler Export möglich

Erstbeschreibung:

Moquard, 1900

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Brookesia tuberculata

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Montagne d\'Ambre: -12.613537, 49.173431

Verbreitung:

Diese winzigen Chamäleons kommen nur im Nationalpark Montagne d’Ambre im Norden Madagaskars vor. Sie leben wie alle Erdchamäleons in der Laubschicht am Fuße der riesigen Bäume des Bergregenwaldes auf Höhen von über 1000 Meter über NN. Wir konnten sie stets unweit des Campgrounds mit etwas Geduld finden. Oft sitzen sie am Ende der Regenzeit auf dünnen Ästchen weniger als 10 cm über dem Boden. Ihre Habitat befindet sich oft zwischen den bemoosten Wurzeln großer, alter Bäume.

Aussehen & Größe:

Männchen erreichen eine Gesamtlänge von 25 bis 35 mm, die Weibchen werden etwas größer. Der gedrungene Körper sitzt auf verhältnismäßigen dicken kleinen Beinchen, an den Körperseiten finden sich undeutlich einige kleine Tuberkel. Die Männchen weisen einen deutlichen Kopffortsatz über der Augenhöhle auf, der beim anderen Geschlecht fehlt. Die Weibchen sind außerdem meist leicht an ihrer größeren Körperfülle zu erkennen. Farblich sind die meisten Brookesia tuberculata beige, bei einigen geht die Farbe ins Braune.

Brookesia tuberculata, Montagne d'Ambre 2017

Totstellreflex bei Brookesia tuberculata

Besonderheiten:

Dieses Chamäleon gehört zu den kleinsten Amnioten weltweit. Wie die meisten Brookesia lassen sie sich bei Gefahr fallen, legen Arme und Beine eng an den Körper und stellen sich tot.

Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Durchschnittl. Temperatur 23 23 24 23 22 21 20 20 21 22 23 23
Minimale Temperatur 19 19 19 19 18 16 15 15 16 17 18 19
Maximale Temperatur 28 28 28 28 27 26 25 25 26 27 28 28
Regentage 20 20 17 9 6 6 7 6 5 6 7 14

Die angegebenen Daten wurden von uns innerhalb mehrerer Jahre mit Thermo- und Hygrometern direkt an den Fundorten der Tiere gemessen und zusammengetragen. "Durchschnittliche Temperatur" bedeutet, dass die Werte eines gesamten Monats zu einem Durchschnittswert berechnet wurden, z.B. wurden alle gemessenen Minimalwerte eines Monats zu einem durchschnittlichen Minimalwert für Februar berechnet. Das bedeutet im Klartext, dass einzelne Spitzenwerte eines Tages deutlich höher oder niedriger als die durchschnittlichen Minimal- und Maximalwerte liegen können. Es ist also möglich, dass zwar das durchschnittliche Maximum bei 29 Grad liegt, es aber an einigen Tagen des Monats 33°C oder gar 35°C warm war.

Der Montagne d'Ambre ist ein immergrüner Regenwald, der sich über ein Bergmassiv vulkanischen Ursprungs in Höhen zwischen 850 und 1450 m ausbreitet. Durch die Höhe wird es hier nachts empfindlich kalt mit Temperaturstürzen bis auf 10°C.

Während der Regenzeit wird es tagsüber bis zu 28°C warm, an Sonnenflecken auch etwas wärmer. Die Durschnittstemperatur liegt allerdings etwas niedriger. Während der Regenzeit schüttet es mehrfach täglich, und auch mal ganze Tage durch. Typisch Regenwald eben 😉 . Aber auch in der Trockenzeit regnet es regelmäßig, wenn auch kürzer und eher in kleinen Schauern. Das Klima im Montagne d'Ambre ist daher das ganze Jahr über feucht. Während der Trockenzeit bleiben die Temperaturen vor allem tagsüber etwas niedriger mit bis zu 25°C.

2016 UVI Montagne d'Ambre

Die UVB-Daten wurden mit einem Solarmeter 6.5 im Frühjahr (Ende April) zur höchsten Aktivitätszeit der Chamäleons gemessen. Gemessen wurden jeweils maximal für das Chamäleon zu erreichende Werte im Habitat.

Leider sind noch keine Bodentemperaturen für den Montagne d'Ambre verfügbar.

Habitat:

Die folgenden Fotos zeigen Ausschnitte aus dem Habitat von Brookesia tuberculata im Montagne d’Ambre. Einige sind direkt von Fundorten der Art. Die kleinen Erdchamäleons leben bevorzugt am Fuße riesiger Bäume zwischen den Wurzeln und in kleinen Ausbuchtungen der Rinde, in denen Moos und Laub sich sammeln. Man findet sie jedoch auch nahe umgestürzter Baumstämme im dichten Laub.

Im Folgenden findest du einige 360°-Bilder aus dem Montagne d’Ambre, die wir im Montagne d’Ambre aufgenommen haben. Mit der Maus kann man sich darin in alle Richtungen drehen. Wenn man auf das Theta-Logo klickt, öffnen sich die Bilder in vergrößerter Ansicht in einem eigenen Fenster. Dort besteht auch die Möglichkeit, die Bilder im Vollbildmodus auszuführen. Viel Spaß beim Anschauen!

Regenwald im Nationalpark Montagne d’Ambre, Region Diana, Nord-Madagaskar, April 2017 – Spherical Image – RICOH THETA

Regenwald im Nationalpark Montagne d’Ambre, Region Diana, Nord-Madagaskar, April 2017 – Spherical Image – RICOH THETA

Regenwald im Nationalpark Montagne d’Ambre, Region Diana, Nord-Madagaskar, April 2017 – Spherical Image – RICOH THETA

Regenwald im Nationalpark Montagne d’Ambre, Region Diana, Nord-Madagaskar, April 2017 – Spherical Image – RICOH THETA

Regenwald im Nationalpark Montagne d’Ambre, Region Diana, Nord-Madagaskar, April 2017 – Spherical Image – RICOH THETA

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