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Die Paarung

Hat man lange genug Chamäleons gehalten, möchten die meisten Halter auch Nachzuchten der gehaltenen Art haben. Eigene Nachzuchten sichern nicht nur den Fortbestand der Art in der Terraristik. Sie sorgen auch dafür, dass der Bedarf an Hobbytieren nicht aus Wildfängen gedeckt werden muss.

Wie alt sollten Chamäleons bei der Verpaarung sein?

Grundsätzlich wird die Geschlechtsreife bei Chamäleons vom Gewicht bestimmt und nicht vom Alter. Ein schnell gewachsenes Chamäleonweibchen kann also wesentlich früher paarungsbereit sein als ein langsam wachsendes. Ein optimales „Alter“ gibt es also nicht. Prinzipiell sollte man nur Weibchen verpaaren, die der durchschnittlichen adulten Größe ihrer Art entsprechen. Zu früh verpaarte, zu kleine Weibchen neigen eher zu Problemen bei der Eiablage und verkürzter Lebenserwartung. Außerdem sollten nur solche Chamäleons zur Verpaarung ausgewählt werden, die gesund erscheinen. Wer lange von seinen Tieren haben möchte, tut auch gut daran, die Weibchen nicht zu häufig zu verpaaren.

Wann ist der beste Zeitpunkt für eine Verpaarung?

Calumma crypticum Paarung Weibchen droht

Das weibliche Calumma crypticum links ist bereits trächtig und wehrt das Männchen mit weit aufgerissenem Maul und Fauchen ab

Unempfindliche Arten wie Pantherchamäleons oder Teppichchamäleons kann man in der Regel das ganze Jahr über verpaaren. Bei anderen Arten ist die Paarungsbereitschaft von hohen Temperaturen und starken Niederschlägen abhängig, wie sie auf Madagaskar in der Regenzeit vorkommen. Die Regenzeit läutet für alle Chamäleonarten die Paarungssaison auf der roten Insel ein. Hat man madagassische Chamäleons, die keinerlei Anstalten machen, sich zu paaren, kann man das Verhalten eventuell mit einer kühlen Periode, gefolgt von einer Zeit mit viel Regen und höheren Temperaturen, triggern. Echte Sonne hilft zusätzlich bei vielen paarungsunlustigen Chamäleons, die Libido anzufachen.

Die Paarung selbst

Bei der Verpaarung setzt man am besten das Weibchen in das Terrarium des Männchens. Ist das Männchen interessiert, beginnt es, mit dem Kopf in Richtung des Weibchens zu nicken, seine schönsten Farben zu zeigen und sich zu nähern. Bei den meisten Chamäleonarten zeigt das Weibchen schn farblich, wann es verpaarungsbereit und wann es das nicht ist. Ist das Weibchen nicht paarungsbereit, wird es schließlich drohen, fauchen, auf seinem Ast hin- und herwackeln und eine dunkle Stressfärbung zeigen.Ist das Weibchen paarungsbereit, läuft es eventuell ein paar Mal vor dem Männchen weg, lässt sich schließlich aber von ihm ohne Gegenwehr einholen.

Das Männchen klettert im besten Fall von hinten auf das Weibchen und schiebt seine Kloake an die des Weibchens. Dabei stülpt es einen seiner Hemipenes aus, und führt ihn in die Kloake des Weibchens ein. Die Kopulation selbst dauert 15 bis 45 Minuten, manchmal auch länger. Unerfahrene Chamäleon-Männchen brauchen meist einige Versuche, bis sie „richtig herum“ auf dem Weibchen sitzen und es tatsächlich zur Kopulation kommt. Männchen, die schon öfter gepaart haben, sind in der Regel etwas schneller und in ihren Bemühungen zielgerichteter.

Paarungsversuche sollten ausschließlich unter Aufsicht erfolgen, damit die Chamäleons getrennt werden können, sollte eines der Tiere nicht paarungsbereit sein. Ist die Paarung beendet oder der Versuch offenbar erfolglos, sollte das Weibchen wieder zurück in sein Terrarium gesetzt werden. Weibchen, die erfolgreich verpaart wurden, zeigen meist recht zeitnah, dass sie keine weiteren Annäherungsversuche des Männchens wünschen: Sie verfärben sich dunkel, fauchen und drohen in Richtung des Männchens. Einige wippen aufgeregt vor und zurück.

Kann man verschiedene Arten miteinander verpaaren?

Grundsätzlich ist es möglich, nah miteinander verwandte Arten zu verpaaren. Nah miteinander verwandt bedeutet dabei, dass sie der gleichen Gattung angehören sollten: Zwei Furcifer-Arten kann man eventuell miteinander verpaaren, eine Calumma– mit einer Furcifer-Art jedoch sicher nicht.  Teils entsteht aus der Verpaarung nah verwandter Arten sogar lebensfähiger Nachwuchs. Solche Hybridisierungen sind in der Terraristik von Furcifer pardalis mit Furcifer oustaleti bekannt. Wir lehnen derlei Experimente in der Terraristik ausdrücklich ab.

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