Farbvariante „orange eye“

Calumma parsonii parsonii orange eye 2014
Calumma parsonii parsonii orange eye 2014
Calumma parsonii parsonii orange eye 2015
Calumma parsonii parsonii orange eye in Mahambo 2018
Calumma parsonii parsonii orange eye in Mahambo 2018
Calumma parsonii parsonii orange eye 2015
Calumma parsonii parsonii orange eye in Mahambo 2018 (1)

Verbreitung:

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Orange eyes

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Anjahambe: -17.379000, 49.142900
Nosy Boraha (St. Marie): -16.736167, 49.995689
Akanin\'ny Nofy: -18.601998, 49.197807

Parsons Chamäleons der Farbvariante „orange eye“ besiedeln bestimmte Gebiete der Ostküste Madagaskars zwischen Toamasina (Tamatave) und Mananara. Einige Gebiete möchten wir hier näher vorstellen. Das Besondere an fast allen dieser Gebiete ist, dass sie sich klimatisch deutlich von den anderen Parsons-Habitaten unterscheiden. Sie liegen mit Höhenlagen von 0 bis 500 Meter zum einen deutlich tiefer als die Verbreitungsgebiete anderer Farbvarianten. Dadurch ist es wesentlich wärmer als z.B. in Vohimana (yellow giants) oder Ranomafana (yellow lips), die beide im Hochland liegen.

Die Insel St. Marie (auf madagassisch Nosy Boraha) liegt an der mittleren Ostküste und gehört zur Region Analanjirofo. St. Marie ist etwa 50 km lang bei einer Breite von zwei bis sieben Kilometern und etwa 16.000 Einwohnern. Die Hauptstadt der Insel ist Ambodifotatra. Ein moderner, kleiner Flughafen bietet heute tägliche Flüge nach Antananarivo an, ansonsten ist St. Marie mit dem Boot von Soanierana Ivongo aus gut zu erreichen. Vor allem die weißen Traumstrände St. Maries sind berühmt, an vielen Orten kann man tauchen und schnorcheln. Dadurch ist die Insel seit Jahrzehnten vor allem touristisch genutzt. Es ist leider dadurch kaum noch intakter Regenwald vorhanden, der sich auf ein geradezu winziges Gebiet im Norden der Insel beschränkt. Hier überhaupt noch Calumma parsonii parsonii zu finden gestaltet sich oft schwierig.

Ein weiteres Verbeitungsgebiet, in dem man die gleiche Farbvariante von Calumma parsonii parsonii findet, ist Anjahambe, ein Ort etwas weiter südlich an der Ostküste Madagaskars. Das hiesige Habitat zählt zu den unbekannteren Verbeitungsgebieten der Art. Ähnlich zu der Farbvariante „yellow giant“ bevorzugt Calumma parsonii parsonii hier den Aufenthalt in Kaffee-Plantagen, aber auch in Regenwaldresten sind sie zu finden. Je dichter der Wald, desto schwieriger jedoch das Auffinden eines Parsons.

Aussehen & Größe:

Das typische Farbenkleid der „orange eyes“ zeigt bei den Männchen markante orange gefärbte Augenlider bei sonst eher gedecktem, dunkelgrün-türkisem Farbkleid mit leichter Bänderung. Die Männchen tragen häufig einen weiß-beigen Fleck an der Seite, aber nicht immer. Immer mal wieder findet man auch Tiere mit eher helltürkisem Farbkleid und fast weißem Kopf, lediglich die Augenlider sind orange gefärbt. In der Terraristik wird seit kurzer Zeit eifrig disskutiert, ob es möglicherweise verschieden Varianten von „orange eyes“ gibt. Auf Madagaskar haben wir das bisher in keinster Weise feststellen können – sowohl die weißköpfigen als auch die eher grünköpfigen „orange eyes“ mit weißen Lippen findet man im gleichen Habitat.

 

Gewichtstabelle

Gewichtstabelle Calumma parsonii parsonii 2018

Seit 2015 messen wir die Gewichte von uns gefundener Parsons Chamäleons auf Madagaskar, soweit die Tiere (und unsere Waagen) mitmachen. Bisher sind es nur wenige Gewichte, langfristig soll sich aus einer möglichst großen Anzahl Messungen ein durchschnittliches Gewicht im Verhältnis zur Kopf-Rumpf-Länge (gemessen von der Nasenspitze bis zur Kloake) für jede Art ablesen lassen. Wichtig zu wissen ist, dass alle Gewichte gegen Ende der Regenzeit (= bestes Futterangebot) gemessen wurde, es dürfte sich also um Maximalgewichte auf Madagaskar handeln. Dreieckige Symbole bei Weibchen bedeuten nicht trächtig, runde Symbole bedeuten trächtig. Bei Calumma parsonii parsonii haben wir bisher eine gemeinsame Tabelle für alle Farbvarianten, da es sich bei allen vieren um die gleiche Art handelt.

 

Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Durchschnittl. Temperatur 23 24 23 23 21 19 19 19 20 21 22 23
Minimale Temperatur 20 20 20 19 18 15 15 15 15 16 18 19
Maximale Temperatur 27 27 27 27 27 25 23 23 24 25 26 27
Regentage 18 20 21 13 11 11 15 14 15 16 20 25

Die angegebenen Daten wurden von uns innerhalb mehrerer Jahre mit Thermo- und Hygrometern direkt an den Fundorten der Tiere gemessen und zusammengetragen. "Durchschnittliche Temperatur" bedeutet, dass die Werte eines gesamten Monats zu einem Durchschnittswert berechnet wurden, z.B. wurden alle gemessenen Minimalwerte eines Monats zu einem durchschnittlichen Minimalwert für Februar berechnet. Das bedeutet im Klartext, dass einzelne Spitzenwerte eines Tages deutlich höher oder niedriger als die durchschnittlichen Minimal- und Maximalwerte liegen können. Es ist also möglich, dass zwar das durchschnittliche Maximum bei 29 Grad liegt, es aber an einigen Tagen des Monats 33°C oder gar 35°C warm war.

Die Insel Nosy Boraha liegt an der Ostküste Madagaskars und weist das ganze Jahr über ein angenehm warmes Klima auf. In der Regenzeit ist es etwas wärmer mit durchschnittlichen Temperaturen mittig in den 20ern und einer geringen Nachtabsenkung bis 20°C. Tagsüber wird es regelmäßig über 30°C warm. In der Trockenzeit ist es ein kleines bisschen kühler, sowohl tags als auch nachts.

Der Niederschlag auf Nosy Boraha ist über das ganze Jahr eher moderat. In der Regenzeit regnet es intensiver, aber auch in der Trockenzeit fällt regelmäßig Niederschlag. Die Insel ist ein häufiges Ziel für ausländische Touristen und madagassische Urlauber, was vor allem auf das milde Klima und die schönen Strände zurückzuführen ist.

2016 UVI Nosy Boraha St. Marie

Die UVB-Daten wurden mit einem Solarmeter 6.5 im Frühjahr (Ende März) zur höchsten Aktivitätszeit der Chamäleons gemessen. Gemessen wurden jeweils maximal für das Chamäleon zu erreichende Werte im Habitat.

Leider sind noch keine Bodentemperaturen für Nosy Boraha (St. Marie) verfügbar.
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Durchschnittl. Temperatur 23 24 23 23 21 19 19 19 20 21 22 23
Minimale Temperatur 20 20 20 19 18 15 15 16 15 16 18 19
Maximale Temperatur 27 27 27 27 25 23 23 23 24 25 26 27
Regentage 18 20 21 13 11 11 15 14 15 16 20 25

Die angegebenen Daten wurden von uns innerhalb mehrerer Jahre mit Thermo- und Hygrometern direkt an den Fundorten der Tiere gemessen und zusammengetragen. "Durchschnittliche Temperatur" bedeutet, dass die Werte eines gesamten Monats zu einem Durchschnittswert berechnet wurden, z.B. wurden alle gemessenen Minimalwerte eines Monats zu einem durchschnittlichen Minimalwert für Februar berechnet. Das bedeutet im Klartext, dass einzelne Spitzenwerte eines Tages deutlich höher oder niedriger als die durchschnittlichen Minimal- und Maximalwerte liegen können. Es ist also möglich, dass zwar das durchschnittliche Maximum bei 29 Grad liegt, es aber an einigen Tagen des Monats 33°C oder gar 35°C warm war.

Das Klima in Anjahambe ist durch die Küstennähe und niedrige Höhe das ganze Jahr über warm und feucht. Über 30°C steigt die Temperatur nur in der Sonne, und nachts ist nur ein moderater Temperaturabfall vorhanden.

Es regnet hier das ganze Jahr über regelmäßig, so dass die Trockenzeit nur durch die etwas niedrigeren Temperaturen auffällt.

2016 UVI Ostküste

Die UVB-Daten wurden mit einem Solarmeter 6.5 im Frühjahr (März) zur höchsten Aktivitätszeit der Chamäleons gemessen. Gemessen wurden jeweils maximal für das Chamäleon zu erreichende Werte im Habitat.

Leider sind noch keine Bodentemperaturen für Anjahambe verfügbar.

Habitat:

Das verbliebene Habitat auf Nosy Boraha oder St. Marie ist ziemlich überschaubar und besteht aus Kaffeeplantagen und kläglichen Resten von Regenwald. In den Plantagen stehen niedrige, breit verzweigte Kaffeebäume über einer dicken Laubschicht, und einige größere Bäume finden sich dazwischen. In der Sekundärvegetation um Ambodifotratra oder anderen Urlaubsstädten findet man die Art nicht mehr. Die folgenden Fotos zeigen Ausschnitte aus dem Habitat nahe Anjahambe.

Im Folgenden findest du einige 360°-Bilder aus Akanin’ny Nofy. Mit der Maus kann man sich darin in alle Richtungen drehen. Wenn man auf das Theta-Logo klickt, öffnen sich die Bilder in vergrößerter Ansicht in einem eigenen Fenster. Dort besteht auch die Möglichkeit, die Bilder im Vollbildmodus auszuführen. Viel Spaß beim Anschauen!

Regenwald im Reservat Akanin’ny Nofy, Region Atsinanana, Ostküste, Madagaskar, März 2018 – Spherical Image – RICOH THETA

Regenwald im Reservat Akanin’ny Nofy, Region Atsinanana, Ostküste, Madagaskar, März 2018 – Spherical Image – RICOH THETA

Regenwald im Reservat Akanin’ny Nofy, Region Atsinanana, Ostküste, Madagaskar, März 2018 – Spherical Image – RICOH THETA

Regenwald im Reservat Akanin’ny Nofy, Region Atsinanana, Ostküste, Madagaskar, März 2018 – Spherical Image – RICOH THETA

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