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Quarantäne

Eine Quarantänezeit sollte für jedes aus fremden Bestand gekaufte Tier eingehalten werden, dessen Parasitenstatus unklar ist (was faktisch auf jedes Tier zutrifft). Zur effektiven Quarantäne sind 12 Wochen in isolierter Einzelhaltung empfehlenswert – eine Quarantäne von nur einer Woche ist reichlich sinnfrei. Dazu sollte ein luftiges, gut zu reinigendes Terrarium (Glasbecken mit modifizierten Belüftungsflächen eignen sich gut) sparsam mit austauschbaren Ästen für das Chamäleon eingerichtet werden. Als leicht austauschbarer Bodengrund eignen sich Zeitungen oder Küchenrollen-Papier. Diese und anfallender Kot werden täglich entfernt bzw. gewechselt. Während der Quarantäne werden im Abstand von je einigen Wochen mindestens drei Kotproben zum reptilienkundigen Tierarzt gebracht, um einen Parasitenbefall mit einer möglichst hohen Wahrscheinlichkeit zu entdecken.

Beispiel für ein sparsam eingerichtetes Quarantäne-Terrarium - die Pflanze muss später entsorgt werden

Beispiel für ein sparsam eingerichtetes Quarantäne-Terrarium – die Pflanze muss später entsorgt werden

In Quarantäne befindliche Tiere sollten immer eigene Fütterungsutensilien etc. haben, um bereits im Bestand befindliche Tiere nicht mit potenziellen Parasiten zu infizieren.  Sinnvollerweise befindet sich ein Quarantäne-Terrarium auch in einem anderen Raum als der übrige Reptilien-Bestand und ist geschützt vor ständigen Störungen. Jegliches Handling in Nähe des Terrariums erfolgt nur mit Handschuhen, die vor Verlassen des Raumes weggeworfen werden.

Leider gehört Quarantäne bei den wenigsten Chamäleonhaltern zum Standard, sondern wird in aller Regel vernachlässigt. Deswegen ist die Mehrheit der in Haltung befindlichen Chamäleons mit Parasiten infiziert, vor allem mit schwer durch Desinfektion zu beseitigenden Arten wie Kokzidien. Ein Parasitenbefall ist dennoch nicht Teil eines gesunden Chamäleons. Wer also einen möglichst gesunden Bestand aufbauen möchte, sollte auf Quarantäne keinesfalls verzichten.